Media-Analyse 2003 veröffentlicht
 

Media-Analyse 2003 veröffentlicht

Die Media-Analyse für das Gesamtjahr 2003 weist den heimischen Printtitel meist stabile Reichweiten aus.

Deutlich mehr Österreicher haben im vergangenen Jahr zu einer Tageszeitung gegriffen: Im Vergleich zu 2002 ist die Nettoreichweite der österreichischen Tageszeitungen signifikant gestiegen. Laut eben veröffentlichter Daten der Media-Analyse für 2003 kommen die heimischen Tageszeitungen auf eine Nettoreichweite von 75,2 Prozent – nach 73,8 in 2002.

Keine signifikanten Veränderungen gibt es jedoch bei den Reichweitenwerten der einzelnen Blätter: Reichweitenstärkster Titel ist mit 2,9 Millionen Lesern oder einer Reichweite von 43,8 Prozent einmal mehr die "Kronen Zeitung", gefolgt von der "Kleinen Zeitung" mit 12,4 Prozent sowie dem "Kurier" mit 11,2 Prozent Reichweite. Der "Standard" kommt auf 5,8 Prozent, Konkurrent "Die Presse" auf 5,1 Prozent Reichweite. Auch für die übrigen Tageszeitungen bleibt der Lesermarkt stabil: Die "Oberösterreichischen Nachrichten" liegen bei 5,6 Prozent, die "Tiroler Tageszeitung" bei 5,3 Prozent, die "Salzburger Nachrichten" bei 4,6 Prozent, die "Vorarlberger Nachrichten" bei 3,3 Prozent, das "WirtschaftsBlatt" bei 1,2 Prozent, die "Neue Kärntner Tageszeitung" bei 1,2 Prozent und die "Neue Vorarlberger Tageszeitung" bei 1,0 Prozent Reichweite.

Die beiden TV-Supplements "Tele" und "TV Woche" liefern sich nach wie vor ein Kopf-an-Kopf-Rennen: "Tele" erreicht 40,4 Prozent der Österreicher, Konkurrent "TV Woche" liegt bei einer Reichweite von 41,4 Prozent.

Das Match um den Titel "meistgelesenes Wochenmagazin" gewinnt 2003 die "Ganze Woche" mit 17,5 Prozent Reichweite vor "News" mit 16,7 Prozent Reichweite - nachdem 2002 noch mehr Österreicher zu "News" gegriffen hatten. Verloren haben die beiden Nachrichtenmagazine der News-Gruppe: "profil" kommt nach 8,1 auf 6,8 Prozent Reichweite, "Format" erreicht nunmehr 4,5 Prozent der österreichischen Leserschaft. Zurückgegangen sind auch die Reichweiten der beiden Wirtschafts-Monatstitel "Gewinn" und "trend": Ersterer kommt nach 8,0 Prozent in 2002 nun auf 7,4 Prozent Reichweite, 6,7 Prozent der Österreicher lesen den "trend".

Nur mit Vorsicht sind Vergleiche zwischen den Daten von 2003 und jenen von 2002 möglich, unterstreicht Petra Roschitz von der Arbeitsgemeinschaft Media-Analysen. Denn: 2003 wurden Veränderungen am MA-Fragebogen vorgenommen. Zudem werde nun bei den Reichweitendaten – angepasst an die internationale Norm – der Leser pro Ausgabe (LpA) und nicht mehr der Leser pro Nummer (LpN) ausgewiesen: Während der LpN den via Fragebogen direkt erhobene Reichweitenwert darstellt, sei der LpA eine berechnete Nutzungswahrscheinlichkeit.

Vergleichstabellen und Statements der einzelnen Verlagshäuser lesen Sie in der Print-Ausgabe von Horizont 14/2004, die am 2. April 2004 erscheint.

(jed)

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