MCÖ: Was hat Ö3 im Netz verloren?
 

MCÖ: Was hat Ö3 im Netz verloren?

Hitradio-Ö3-Albert Malli beim Marketingclub: „JA! Aber weniger ist mehr“.

Der MCÖ Marketingclub lud zum ersten Clubabend des Herbstes: „Was haben große Marken im Netz verloren“ – Albert Malli, stellvertretender Senderchef des ORF-Radioaushängeschildes Ö3, präsentierte und diskutierte die New-Media-Strategien des mit Abstand reichweitenstärksten österreichischen „Hitradios“.



Die ergänzende Frage „Macht New-Media-Marketing für eine große Marke Sinn?“ wurde von Malli mit einem eindeutigen „Ja“ beantwortet. Allerdings gelte es gewisse Spielregeln zu beachten, andererseits jedoch gibt es so gut wie keinen „Fahrplan“ zur Umsetzung von Aktivitäten im Internt und an mobilen Endgeräten. Die Kern-Botschaft Mallis lautet: Keep ist simple! Sei präsent und flexibel und überprüfe deinen interaktiven Auftritt permanent. Der New-Media-Profi Malli rät den Unternehmen sich an tradierten Basics zu orientieren: Es zähle „Qualität vor Quantität“ und „Weniger ist mehr“! Ob es nun um den Website-Auftritt geht, ob Community-Bildung in Foren wie Facebook – da hat Ö3 einen ganz eigenen Auftritt - und Twitter Thema ist, oder die unternehmerische Aktivität am mobilen Endgerät manifestiert werde - wichtig sei Spontanität und Transparenz – und natürlich das Tempo!, unterstreicht Malli.



Zeitgemäß, erfolgreich und griffig interaktiv in elektronischen Medien zu agieren und zu kommunizieren – diese Möglichkeiten müssten sowohl von (großen) Marken, als auch vom Mittelstand genützt und eingesetzt werden. Unbedingter Benefit dabei, so Malli: Synergien verstärkt nützen, Imagetransfers realisieren und noch näher am Konsumenten sein!



Am Beispiel Ö3 heißt das: Homepage, Ö3-Club mit Newsletter, auf Plattformen wie der von der Moser Holding betriebenen www.radio.at präsent mit Live-Stream sein (da rangiert Ö3 vor Kronehit), via SMS „Titelabfrage“ einreichten (und das Handy-Display für visuelle Appliaktionen  nutzen – Wetter, Verkehr, Nachrichten und so fort), natürlich das Ganze als „Hör-Tool“ auch Podcast-fähig machen (da rangiert Comedy mit über einer Million zugriffen per anno vor Stöckls Frühstück und den Nachrichten sowie den Austria top 40), keine angst vor Neuland wie DVB-H – also Radio via Hand-Fernsehen haben und dort mit dem Sound Bildelemente mitschicken, natürlich für das iphone spezielle Appliaktionen anbieten und „iRadio Ö3“ aufsetzen, in Facebook Ö3 eintragen und mit einer Reihe von Gimmicks anreichern – Liveradio, Fanpage, - und last but not least, es ist unvermeidlich: Twittern.



Mallis 10 Spielregeln in seinen Worten:



Weniger ist mehr – Overkill kills. Qualität vor Quantität. Besser ein persönlicher Absender. Kein Posting ohne persönlichem Kommentar. Nicht 1:1 Stories von der Homepage posten – sei Originär! Kein Regelwerk erstellen! Kein Wetlauf um Fans! Spontaneität zählt!



Keine Werbung! (naja, wir sind im öffentlich-rechtlichen Bereich – aber die Online-Community, was tatsächlich zu den meistunterschätzten Fakten zählt, glaubt sich tatsächlich vor Vance Packards „Geheimen Verführern" schützen zu müssen)…



Die Hose lockerer tragen! (Aber das versteht nur, wer Malli persönlich erlebt hat…).



Etwa 120 Mitglieder und Gäste des Marketing Club Österreich kamen am 7. September in die Pratersauna um im revitalisierten Charme der 70-er Jahre ein top-aktuelles Ist-Zeit-Thema zu besprechen und zu diskutieren. Gesehen unter ihnen Georg Wiedenhofer/ BauMax, Erwin Hemetsberger/ Henkel, Michael Graf/ RMS, Christian Führer/ Globalpark, Monika Racek/ Novomatic, Martin Döller/ Conmark, Fritz Hofbauer/ Erste Bank, Oliver Weiß/ Erste Bank Doris Ragetté/ RMS, Regina Dozekal/ ORF, Nils Hansa/ T-Systems Austria, Michael Opriesnig/ Rotes Kreuz, Alexander Wimmer/ Jollydays, Barbara Wiesinger/ Monster, Karl-Heinz Müller/ Urlaubsspezialisten Marketing, Carsten Gallob/ ÖBB. Zum Vortrag Mallis steht das PDF zum Download auf der Homepage des Marketingclub . 
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