Marktbelebung durch Neuwahlen?
 

Marktbelebung durch Neuwahlen?

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(c)Bild: APA
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Die Medienbranche erhofft sich von Wahlwerbung einen Ausgleich der Einbußen durch die EURO 08.

Die Werbetreibenden können mit Vorfreude auf mögliche Einnahmen durch das Scheitern der großen Koalition blicken. Generalsekretär des Verbands Österreichischer Zeitungen (VÖZ), Gerald Grünberger hofft, dass durch Investitionen in Wahlwerbung die schlechte Buchungslage während der Fußball-Europameisterschaft 08 ausgeglichen werden kann. Printtitel und Plakate sind im Wahlkampf üblicherweise die größten Nutznießer, aber auch Privat-TV, Privatradio und Online können sich über zusätzliche Werbegelder freuen. Im Wahlkampf 2006 wurden satte 24 Millionen Euro für Wahlwerbung ausgegeben, wobei 15 Millionen an Zeitungen und Zeitschriften flossen. Mit ähnlichen Einnahmen rechnen die Printtitel auch dieses Mal. Der ORF darf in Fernsehen und Radio zwar keine Werbezeiten an Parteien verkaufen, die Einschaltungen auf orf.at und Teletext könnten sich laut dem ORF-Werbechef Walter Zinggl aber auf einen „knapp sechsstelligen Betrag“ belaufen. Zudem wird sich der ORF über höhere Einschaltquoten freuen können beziehungsweise die sommerbedingten Quoteneinbrüche durch Wahlberichterstattung besser verkraften.







Die größten Werbebudgets im Printsektor wurden 2006 von der ÖVP (32,2 Prozent Werbeanteil ) und der SPÖ (27,8 Prozent Werbeanteil) investiert. Dahinter lagen die FPÖ (13,7 Prozent Werbeanteil) und das BZÖ (11,7 Prozent Werbeanteil). Die Grünen gaben mit 5,7 Prozent am wenigsten für Printwerbung aus. Laut Peter Drössler, Obmann des Fachverbands für Werbung und Marketing in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), dürfte man durch den Wahlkampf zwar auf eine kurzfristige Marktbelebung hoffen, überbewerten soll man die Einnahmen jedoch nicht.







Quelle: APA
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