"Magazinmammut gefährdet Medienvielfalt"
 

"Magazinmammut gefährdet Medienvielfalt"

Er wünsche sich "natürlich eine Untersagung des Zusammenschlusses", meint Rechtsanwalt und FPÖ-Mediensprecher Dr. Michael Krüger im Horizont Interview zur Magazinehe News/ZVB.

"Dass ich mir natürlich eine Untersagung des Zusammenschlusses wünsche, liegt in der Natur der Sache, weil ich nämlich glaube, dass durch diesen Mammutzusammenschluss die Medienvielfalt in Österreich auf Magazinebene zu wenig gewahrt ist", meint FPÖ-Mediensprecher Dr. Michael Krüger im Horizont Interview zur Magazinehe der News-Gruppe mit den Magazinen der Kurier-Gruüpe (ZVB). Krüger sieht einerseits "die Medienvielfalt beeinträchtigt, insbesondere auf Magazinebene", andererseits täte es "einem kleinen Land wie Österreich und insbesondere dem Arbeitsmarkt der Journalisten nicht gut, wenn eine derart starke Gesellschaft ein bestimmtes Segment im Medienbereich nahezu ausschließlich beherrschen würde".



Die Argumentation der betroffenen Zeitungshäuser, der Zusammenschluss würde den existenzbedrohenden Magazinkrieg beenden, hält Krüger "schlicht für grotesk". Krüger: "Diese Argumentation ist für mich reine Chuzpe, denn man kann nicht ein neues Magazin starten, das offensichtlich darauf angelegt ist, den Konkurrenten aus dem Markt zu werfen, und wenn man sieht, dass dieses Match unentschieden ausgeht, sagen, es ist wirtschaftlich dringend notwendig, dass beide Magazine fusionieren." Er habe "Bedenken", so Krüger, dass die Qualität des profil "leidet, wenn es unter den Einfluss des Herrn Fellner kommt". Sollte das Kartellgericht den Zusmmenschluss absegnen, würde Krüger "den Weg zur EU-Kommission empfehlen und die werde ich auch selbst anrufen". (as)



Lesen Sie das komplette Interview in der aktuellen Print-Version von Horizont (04/2001).

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