Magazin-Ehe: Kein Rekurs, aber Expansionsplän...
 

Magazin-Ehe: Kein Rekurs, aber Expansionspläne

In den Chefetagen des News-Verlages und von trend/profil ist nichts von einem Rekurs zum Urteil des Kartellgerichts bekannt.

Weder News-Chef Wolfgang Fellner noch profil-Herausgeber Dr. Christian Rainer wissen etwas von einem Rekurs, der zum Urteil des Kartellgerichts zum Zusammenschluss von News- und trend/profil/Orac-Gruppe eingelegt worden wäre. Beide rechnen auch nicht mit einem solchen, meinen sie in Interview mit Horizont. Die von der Finanzprokuratur des Justizministerium beim Kartellgericht quasi in letzter Minute vor dem Urteilsspruch eingebrachte Stellungnahme kritisiert Fellner als "unseriös", da darin beispielsweise Reichweiten aus der Media-Analyse mit Marktanteilen verwechselt worden seien.



Sollte der Zusammenschluss mit 1. März 2001 wirksam werden, kündigt Fellner an, sofort mit den Arbeiten beginnen zu wollen. Der News-Chef will den Verlag dann einem "kleinen europäischen Mitspieler" entwickeln und diesen von seiner Größe mit seinen Service-Leistungen für die Werbewirtschaft auf Europa-Niveau bringen. Einmal mehr kündigt Fellner den Export des e-media-Konzeptes an. Doch während früher die Blickrichtung Frankreich und Spanien ging, hat er jetzt Osteuropa und hier wiederum vor allem Ungarn und Polen im Auge.



Der Werbewirtschaft will der News-Verlag nach dem Zusammenschluss neben einem elektronischen Buchungssystem vor allem mehr und besser aufbereitete Media-Daten liefern. Anzeigen-Kombis für die einzelnen Titel soll es nur nach Absprache mit den Agenturen geben.

Nach dem geplanten Zusammenschluss wird vor allem "der Ausbau der Orac-Gruppe sehr rasch erfolgen", meint Fellner, um neben den "guten Wochenmagazinen auch wirklich gute Monatsmagazine auf dem Markt zu haben".



Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe 06/2001 von Horizont. (as)

stats