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Lindner: "Feindliche Grundstimmung gegenüber ORF"

Der ORF "kann für wirtschaftliche Schwierigkeiten österreichischer Printmedien nicht verantwortlich" gemacht werden, so Generaldirektorin Dr. Monika Lindner.

ORF-Generaldirektorin Dr. Monika Lindner äußert sich per Aussendung zur Kündigung des Werbeabkommens mit dem Verband Österreichsicher Zeitungen (VÖZ) sowie zur bevorstehenden Neuvergabe der TV-Rechte zur Österreichischen Fußball-Bundesliga.



"Für den ORF ist die offensichtliche Nervosität und feindliche Grundstimmung der österreichischen Zeitungsherausgeber nicht nachvollziehbar. Der ORF kann für wirtschaftliche Schwierigkeiten österreichischer Printmedien nicht verantwortlich gemacht werden und diese sind auch durch eine Novelle des KommAustria-Gesetzes nicht zu lösen. Für den ORF ist es – wie auch schon bisher – selbstverständlich, jede gesetzliche Regelung zu akzeptieren und zu befolgen. Die wiederholt aufgestellte Behauptung, der ORF wolle sich nicht reglementieren lassen, ist daher zurückzuweisen. Insbesondere zumal diese Reglementierung auch jetzt schon in hohem Maße besteht", meint Lindner in Richtung VÖZ.



Zur Entwicklung rund um die TV-Rechte der österreichischen Fußballbundesliga meint die ORF-Generalin: "Ein duales Rundfunk-System bringt es mit sich, dass es auch in der Frage der Sportlizenzen zu einem Wettbewerb zwischen den Anbietern kommt. Im Fall der Bundesliga ist die Entscheidung über die Vergabe zu Gunsten eines Mitbewerbers des ORF gefallen. Das ist das Wesen des Marktes, und der österreichischen Bundesliga ist zu ihrem finanziellen Erfolg zu gratulieren. Der ORF ist mit seinem Angebot bis an die Grenzen der budgetären Möglichkeiten gegangen. Diverse von Häme und Schadenfreude getragene Kommentare und Interviews, die den Ausgang dieser Verhandlungen begleitet haben, sind völlig unverständlich, da der ORF dazu keinen Anlass gegeben hat."

(as)

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