Leseranalyse Entscheidungsträger: ‚Röntgenbil...
 
Leseranalyse Entscheidungsträger

‚Röntgenbild‘ der heimischen Entscheider

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Daten, Fakten und Kosten der Leseranalyse Entscheidungsträger im Überblick – und was sich bei aller Beständigkeit verändert hat.

Und wieder einmal wurden sie ganz genau unter die Lupe ­genommen: Als „Röntgenbild“ der ­österreichischen Entscheidungsträger bezeichnete Raimund Jacoba die diesjährige Leseranalyse Entscheidungsträger (LAE), die eben jene analysiert, die „die österreichische Wirtschaft prägen und das Wohl und Weh von 3,7 Millionen Arbeitnehmern verantworten“, so der Sprecher der LAE bei der Präsentation. Das Ziel seit jeher: Nicht nur eine Vermessung dieser für Medien und Werbetreibenden hoch spannenden Zielgruppe, sondern auch der Wunsch, „die besondere Bedeutung journalistischer Produkte für die Zielgruppe zu betonen. Relevanz und Glaubwürdigkeit sind die absoluten Assets“, so Jacoba, sie dienten als Leistungsnachweise relevanter Medienmarken.


Die LAE ist dabei in vielerlei Hinsicht ein Kraftakt. Einerseits wird das Projekt ohne Formalstrukturen und damit im gegenseitigen Vertrauen realisiert – am Projekt beteiligt sind Falstaff, Mediaprint, NÖ Pressehaus, Salzburger Nachrichten, Schlüsselverlag J. S. Moser, Standard, Styria ­Media Group, Wailand und Waldstein, WEKA Industrie Medien, Wimmer Medien, die Wirtschaftskammern der Bundesländer und WKO sowie die Wirtschaftsnachrichten. Andererseits beliefen sich die Kosten für die umfassende Studie auf die stolze Summe von rund 300.000 Euro, wie Jacoba bei der Präsentation der Zahlen bezifferte. Natürlich sei es „absoluter Wunsch, die LAE auch weiter zu führen“, bekräftigte er dabei.

Tradition mit Veränderung

Der LAE wohnt eine jahrelange Tradition inne. Erstmals 1990 als Eigenprojekt des damaligen Marktforschungsinstituts Fessel + GfK durchgeführt, wurde sie zur Jahrtausendwende für ein Auftraggeber-Konsortium stellvertretend von Experten und Medienmanagern übernommen. Die Durchführung erging nach Ausschreibung an das Ifes-Institut, 2014 übernahm Prorecon Unternehmensberatung die Projektleitung von Till & Partner.
Christian Reuer, Projektleiter der LAE und der Kopf hinter ­Prorecon, betont in seinem diesjährigen Vorwort zur LAE auch wesentliche ­Reformschritte – etwa die Einschränkung der Grundgesamtheit auf ­Unternehmen mit mehr als fünf Mitarbeitern für die Erhebung ab dem Jahr 2013 sowie die Aufnahme der Nutzung digitaler Informationsangebote mit der Erhebungswelle 2015. Seitdem sind neben der Print-Nutzung auch die digitale Stärke der teilnehmenden Titel und in weiterer Folge auch Cross-Media-Reichweiten in der LAE ausgewiesen. „Seither steht der Aufbau einer Kontinuität im Vordergrund, die eine Vergleichbarkeit der Studienergebnisse über die Zeit und damit die Beobachtung der Entwicklung des Mediennutzungsverhaltens von Führungskräften gewährleisten soll“, so Reuer. Die LAE erscheint traditionellerweise im Zweijahresrhythmus.

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