Lebenszeichen von der Musiktauschbörse Napste...
 

Lebenszeichen von der Musiktauschbörse Napster

Fünf Dollar (etwa 80 Schilling) soll der neue Abo-Dienst kosten, so der neue Napster-Chef Konrad Hilbers. Sonst soll alles beim alten bleiben. Die Benutzer sollen weiterhin ihre CDs miteinander tauschen können.

"Napster ist nicht tot. Der Name ist sehr wertvoll, und wir arbeiten mit Hochdruck daran, daraus ein funktionierendes Unternehmen zu machen", so der neue Chef der einst beliebten Musiktauschbörse (Höchststand 60 Millionen Benutzer), Konrad Hilbers, in einem Interview mit der Zeitschrift Stern. Für umgerechnet knapp 80 Schilling im Monat sollen die Nutzer wieder so wie früher Musik tauschen und chatten können. Am 18. Juli dieses Jahres gab ein Berufungsgericht in San Francisco der Internet-Plattform grünes Licht, sein Service wieder aufzunehmen. Eine Woche zuvor hatte Richterin Marilyn Patel entschieden , dass die vorübergehen geschlossene Tauschbörse ihren Betrieb erst wieder aufnehmen darf, wenn sicher sei, dass Copyright geschützte Musikstücke zu 100 Prozent herausgefiltert werden.

Der neue Napster Chef Konrad Hilbers wechselte erst kürzlich vom deutschen Medienriesen Bertelsmann zur Musiktauschbörse. Der Konzern aus Gütersloh wollte ursprünglich schon am 1. Juli einen kostenpflichtigen Napster-Klon starten.

Ob Napster in Zukunft auch kostenpflichtig bei den Musikliebhabern punkten kann, steht in den Sternen. Denn viele ehemalige User der Musiktauschbörse sind inzwischen zu Alternativen wie Gnutella oder Aimster abgewandert. Der Vater von Napster, Shawn Fanning, ist jedoch der Meinung, dass schon wenige hundert Nutzer zusammen mit ihren ins Netz gestellten CD-Titeln reichen würden, um ein attraktives Musikangebot bieten zu können. (rs)

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