‚L'Agefi‘ plant Kapitalerhöhung
 

‚L'Agefi‘ plant Kapitalerhöhung

Die von finanziellen Schwierigkeiten geplagte Westschweizer Wirtschaftszeitung will den Weg ebnen um Zahlungsrückstände zu begleichen

Die von finanziellen Schwierigkeiten geplagte Westschweizer Wirtschaftszeitung "L'Agefi" vollzieht eine Kapitalerhöhung. Mit dieser Maßnahme will das Unternehmen den Weg ebnen um seine Zahlungsrückstände zu begleichen.

Die Kapitalerhöhung sei im Gange, sagte François Schaller, Chefredaktor und Geschäftsführer von "L'Agefi", am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Er bestätigte entsprechende Informationen der Zeitung "Le Temps". Weitere Details über den Umfang und die Frist der Maßnahme nannte Schaller nicht.

Die Kapitalerhöhung werde es der Zeitung ermöglichen, verspätete Zahlungen abzuwickeln, sagte er. Die Existenz von "L'Agefi" sei nicht gefährdet.

Das Magazin "Bilanz" hatte Anfang Monat publik gemacht, dass die Wirtschaftszeitung und ihre sechs Zeitschriften von der Druckerei Atar Roto Presse wegen unbezahlter Rechnungen in Höhe von 190.000 Franken (184.055 Euro) juristisch verfolgt wird.

Die aktuellen Schwierigkeiten der Zeitung haben mit der Situation von deren Mehrheitsaktionär Alain Dumenil zu tun. Ihm wird vorgeworfen, 54 Mio. Franken am Schweizer Fiskus vorbeigeschleust zu haben.

Am 11. März hatte das Bundesgericht zwei Beschwerden von Dumenil abgewiesen. 25 Mio. Franken und mehrere Liegenschaften des Besitzers von "L'Agefi" bleiben damit beschlagnahmt.

Neben Mehrheitsaktionär Dumenil besitzt die Privatspitäler- und Hotelgruppe Aevis 49 Prozent des Aktienkapitals von "L'Agefi".
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