KV-Verhandlungen der Drucker gescheitert
 

KV-Verhandlungen der Drucker gescheitert

Aufgrund neuer Forderungen seitens der Gewerkschaft weigern sich die Arbeitgebervertreter weiter zu verhandeln.

Rudolf Cuturi, neuer Präsident des Verbandes Druck & Medientechnik, zu den jüngsten Entwicklungen: "Inhaltlich hatten wir uns nach vielen Monaten endlich über einen neuen Kollektivvertrag geeinigt. Es war schwierig und langwierig, diesen Kompromiss bei uns durchzusetzen. Nun will die Gewerkschaft mit dem Argument, der Verband habe ‚zu lange gewartet‘, bereits zugesagte Inhalte zurückziehen und neue Forderungen deponieren. Das ist sachlich nicht nachvollziehbar".

 

Obwohl der Verband das bisherige Angebot der Gewerkschaft angenommen habe – das sei am 13. Oktober in einer Hauptvorstandssitzung erfolgt – hätten Gewerkschaftsvertreter in einem Gespräch mit der Verbandsführung am 27. Oktober "neue, für die Arbeitgeber verschlechternde, Forderungen" in den Raum gestellt, bisherige Zusagen zurückgezogen und neue Verhandlungen für die Bereiche Tageszeitung und Bogendruck gefordert, reklamiert der Verband in einer Aussendung vom 3. November. Unter diesen Voraussetzungen mache es keinen Sinn weiterzuverhandeln. "Die Gewerkschaft legt es offensichtlich auf das Scheitern der Verhandlungen an", heißt es weiter.

 

Seit mehr als acht Monaten ringt die Druckbranche schon um einen neuen Kollektivvertrag. Die Arbeitgeber, vertreten durch den Verband Druck & Medientechnik, geben der Gewerkschaft nun die Schuld am Scheitern der Verhandlungen.

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