Kurz löst den Bundespressedienst auf
 

Kurz löst den Bundespressedienst auf

APA / Herbert Pfarrhofer

Bundeskanzler Sebastian Kurz löst laut einem Medienbericht den Bundespressedienst auf, die Fachabteilungen der Kanzleramts-Sektion fallen künftig unter die Zuständigkeit des neu installierten Regierungssprechers Peter Launsky-Tieffenthaler.

Laut einem Bericht der „Presse“ (Freitag-Ausgabe) löst Bundeskanzler Sebsastian Kurz (ÖVP) den Bundespressedienst auf; die Fachabteilungen - etwa Newsmanagement oder Medienbetreuung – werden künftig Regierungssprechers Peter Launsky-Tieffenthaler zugeordnet, der seinerseits dem Generalsekretariat unterstellt ist.

Die Medienstrategie wird in der neuen Stabstelle für Kommunikationsplanung erarbeitet, die von Kurz' früherem Pressesprecher Gerald Fleischmann geleitet wird. Unter Launsky-Tieffenthal soll die "Informationspolitik rund um das politische Geschehen" neu gestaltet werden.

Umschichtung am Ballhausplatz

Wolfgang Trimmel, der bisherige Leiter des Bundespressedienstes, bekommt eine neue Aufgabe im Kanzleramt; zuvor war er Sprecher des Wiener Bürgermeisters Michael Häupl (SPÖ).

Die Sachpolitik der Regierung wird künftig in der Sektion IV koordiniert. Sie soll "Verbindungsdienst mit anderen Ministerien und dem Parlament" werden. Außerdem bekam sie unter den schwarz-blauen Regierung die Europa-Agenden aus dem Außenministerium dazu - und ihre Leitung wird neu ausgeschrieben. Favorit für die Nachfolge des bisherigen Sektionsleiters Stefan Imhof ist laut "Presse" Alexander Schallenberg, derzeit Chef der Europasektion im Außenamt.

Die anderen Sektionsleiter im Kanzleramt behalten ihre Jobs - auch jene mit ausgewiesener Nähe zur SPÖ. Nicole Bayer (früher Kabinettschefin des Kanzlers Werner Faymann) bleibt Chefin der Präsidiumssektion. Jürgen Meindl (Vizekabinettschef bei Faymann) leitet weiterhin die Kunst- und Kultursektion und Ines Stilling (Bürochefin der SPÖ-Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek) weiter die Sektion für Frauenangelegenheiten und Gleichstellung. Sie haben allerdings alle einen neuen "unmittelbaren Vorgesetzten" - wie es im Bundesministeriengesetz heißt - erhalten. Kurz hat nämlich einen Generalsekretär, Dieter Kandlhofer, im Kanzleramt installiert.

stats