Kronehit will nicht mit NRJ-Group fusionieren
 

Kronehit will nicht mit NRJ-Group fusionieren

Kronehit zieht den im April beim Kartellgericht eingebrachten Antrag auf Zusammenschluss mit der französischen NRJ-Gruppe zurück.

Der geplante mehrheitliche Einstieg der französischen Radiogruppe NRJ beim Privatradioverbund Kronehit ist abgeblasen: Der im heurigen April beim Kartellgericht eingebrachte Antrag auf Genehmigung des Zusammenschlusses wurde von Kronehit zurückgezogen, bestätigt der Sender - der Radioverbund bleibt damit vorerst zur Gänze im Eigentum von "Kronen Zeitung" und "Kurier". "Mit der am letzten Freitag beschlossenen Novelle des Privatradiogesetzes haben sich die Rahmenbedingungen verändert", begründet Kronehit-Geschäftsführer Dr. Ernst Swoboda den Rückzug aus der geplanten Fusion. Mittels der jüngst gesetzlich verankerten Möglichkeit einer bundesweiten Privatradio-Zulassung wolle man sich nun auf bundesweites Privatradio konzentrieren: "Kronehit wird das erste nationale Privatradio Österreichs werden", kündigt Swoboda an.

Erst vergangene Woche hatte Kronehit eine Frequenz von Welle 1 in Innsbruck übernommen sowie den Zuschlag für eine Bregenzer Lizenz erhalten. Damit übetreffe man die für eine bundesweite Zulassung gesetzlich verordnete technische Mindest-Reichweite von 60 Prozent bereits jetzt deutlich. Diese neuen Möglichkeiten wolle Kronehit nicht "durch ein schwebendes Fusionsverfahren oder durch Fusionsverhandlungen belasten", sagt Swoboda. Dem Kartellgericht Wien war eine NRJ-Beteiligung an Kronehit von 66,84 Prozent angezeigt worden.

(jed)

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