"Krone"-Kampagne gegen ORF-Gehälter
 

"Krone"-Kampagne gegen ORF-Gehälter

APA
FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl sprang sofort auf den Zug auf
FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl sprang sofort auf den Zug auf

Mitten ins Ringen um die neue Channel-Struktur im ORF platzt nun eine "Kronen Zeitung"-Kampagne zu den Gehältern der ORF-"Stars". Für die FPÖ war das ein gefundenes Fressen.

Das Kleinformat machte seine Montagsausgabe mit einem entsprechenden "geheimen Gagenreport" auf, wobei vor allem "Stars" der TV-Information als Großverdiener dargestellt wurden. Für die FPÖ war das ein gefundenes Fressen, sie forderte "Gehaltstransparenz" beim ORF. Angefangen bei den Gehältern von ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz und Fernseh-Direktorin Kathrin Zechner schlüsselte die "Krone" unter anderem auf, wie viel Chefredakteure und ZiB-Moderatoren verdienen. Die "geheime Gehaltsliste" kursiere "in politischen Kreisen", hieß es. Zum Vergleich wurden die Gehälter einer Supermarkt-Kassiererin und eines Bankangestellten gegenübergestellt - und die jüngste "Zwangsgebührenerhöhung".

Die FPÖ sprang sofort auf. Mediensprecher und Generalsekretär Herbert Kickl forderte eine "Gehaltspyramide für steuergeldbezahlte ORF-Angestellte". Die "bezahlten Gehälter stehen in keinem Bezug zur tatsächlichen Leistung", konstatierte er. Außerdem müsse man sich "Nebeneinkünfte und Pensionsregelungen" näher anschauen: "Die Gerüchteküche spricht ja bei dem einen oder anderem 'ORF-Star' von äußerst phantastischen Sondervereinbarungen, die - sollten sie sich tatsächlich verifizieren lassen - mit den guten Sitten keinesfalls vereinbar sind", behauptete Kickl. Auf Facebook beeilte sich die FPÖ, eine Grafik der "ORF-Gehaltspyramide" zu verbreiten: "Schluss mit den ORF-Bonzengehältern", lautete dort die blaue Forderung.
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