Kriegsreporterin: Antonia Rados hört bei RTL ...
 
Kriegsreporterin

Antonia Rados hört bei RTL auf

RTL
Antonia Rados berichtete Jahrzehntelang von Kriegsschauplätzen auf der Welt.
Antonia Rados berichtete Jahrzehntelang von Kriegsschauplätzen auf der Welt.

69-Jährige Auslands-Redakteurin begann in den 70er-Jahren ihre Karriere beim ORF und wurde für ihre Berichte und Reportagen mehrfach ausgezeichnet.

Nach mehr als 25 Jahren beendet die österreichische Journalistin Antonia Rados ihre Tätigkeit bei RTL, wie der Sender am Donnerstag bekanntgab. Die mehrfach preisgekrönte Reporterin war zuletzt im Frühjahr für RTL und dessen Nachrichtensender ntv in der Ukraine als Reporterin im Einsatz.

"Antonia Rados ist eine außergewöhnliche Reporterin, die mit ihren Kenntnissen über Land und Leute sowohl das politische als auch das Alltagsleben in den Krisenregionen dieser Welt für uns alle transparenter gemacht und damit auch dazu beigetragen hat, dass RTL seit den 90er Jahren eine herausragende Stellung in der Krisenberichterstattung innehat. Wir danken ihr herzlich für ihren mutigen Einsatz und die großartige Zusammenarbeit", so Stephan Schmitter, Geschäftsführer von RTL News und Chief Journalistic Content Officer RTL Deutschland.

 Ihre journalistische Laufbahn begann Rados 1978 beim ORF. Anfang der 1990er Jahre wechselte die gebürtige Klagenfurterin als Sonderkorrespondentin zum WDR. Ab 1993 war Antonia Rados dann für RTL im Einsatz. 2008 ging die Journalistin als Sonderkorrespondentin zum ZDF. Bereits ein Jahr später kehrte Antonia Rados jedoch zu RTL zurück und ist seitdem als Chefreporterin Ausland für den Kölner Sender tätig.

"Mehr als ein Vierteljahrhundert war RTL meine journalistische Heimat und ich habe all die Jahre gerne für den Sender gearbeitet. Ich hatte hier viele Möglichkeiten, mich als Reporterin zu verwirklichen und danke den Kolleginnen und Kollegen auch dafür, dass sie mir dabei sehr freie Hand ließen. Ich wünsche der neuen Generation von Reportern und vor allem Reporterinnen bei RTL alles Gute", wird Rados in einer Aussendung von RTL zitiert.

Zahlreiche Preise

Einem breiten Fernsehpublikum in Deutschland wurde Rados spätestens durch ihre Live-Berichterstattung aus Bagdad während des Irakkriegs 2003 bekannt. Dafür wurde sie unter anderem mit dem Hanns-Joachim-Friedrichs Medienpreis für Fernsehjournalismus ausgezeichnet. Für die Reportage "Feuertod" über afghanische Frauen, die sich selbst verbrennen, erhielt sie 2007 den Robert Geisendörfer Preis erhielt. 2019 wurde die Journalistin zudem für ihre ntv -eportage „Jemens langsamer Tod“ in der Kategorie „Beste Information: Auslandsreporter“ mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet.

Ob und wo Rados ihre Karriere weiterführt, ist noch nicht bekannt.

stats