Konstantin Neven DuMont versucht es selbst
 

Konstantin Neven DuMont versucht es selbst

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Der Verlegersohn und beurlaubter Vorstand der Kölner Mediengruppe M.DuMont Schauberg, Konstantin Neven DuMont, will medial eigene Wege gehen.©Mediengruppe M. DuMont Schauberg
Der Verlegersohn und beurlaubter Vorstand der Kölner Mediengruppe M.DuMont Schauberg, Konstantin Neven DuMont, will medial eigene Wege gehen.©Mediengruppe M. DuMont Schauberg

Nach dem Abgang aus dem väterlichen Verlag M. DuMont Schauberg will Konstantin Neven DuMont nun ein eigenes Medienunternehmen aufbauen.

Mitte November wurde auf der Verlagshomepage der Mediengruppe M. DuMont die Beurlaubung von Konstantin Neven DuMont bekannt gegeben, nun möchte dieser mit einem eigenen Medienunternehmen starten. Er wolle ein journalistisches Webportal gründen, bei dem es um Medienkritik gehen werde, sagte er dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" laut Vorausbericht. "Das kann ich", sagte er. "Da kenne ich mich aus."

Wie groß das Ganze werden soll, hänge davon ab, wie viel Geld er für seine Anteile bekomme. Diese wolle er auch deshalb loswerden, weil er das Gefühl habe, "dass da mein Kapital peu à peu vernichtet wird", erklärte Neven DuMont. Der Verlag werde ihm "zunehmend unsympathisch". Er habe immer wieder herausgewollt aus dem Vorstandsjob. Seine Mutter habe ihn dabei unterstützt. Nur der Vater habe jedes Mal entschieden: "Du bleibst, wo du bist.". Es sei frustrierend gewesen, dass er sich im Verlag häufig nicht habe durchsetzen können, sagte der 41-Jährige weiter. Wenn der Vorstand etwas beschlossen habe, sei immer wieder jemand zum Vater gegangen und der habe den Beschluss dann wieder gekippt.

Um Konstantin Neven DuMont hatte sich in den vergangenen Wochen eine bizarre Affäre entsponnen. Angefangen hatte alles mit angeblichen Blog-Einträgen des 41-Jährigen auf der Website des Medienjournalisten Stefan Niggemeier.

(Quelle: APA/dap)
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