Konflikt um VDZ-Führung
 

Konflikt um VDZ-Führung

Wolfgang Fürstner, Geschäftsführer des Verbands Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ), steht unter Druck.

Der Geschäftsführer des Verbands Deutscher Zeitschriftenverleger

(VDZ), Wolfgang Fürstner, steht wegen seiner Geschäftsführungspraktiken weiter unter Druck. Nachdem der VDZ in einer Aussendung mitgeteilt hatte, dass sämtliche Vorwürfe gegen Fürstner durch einen Bericht der Wirtschaftsprüfer Ernst & Young "vollständig entkräftet" seien, meint der ehemalige Verbandssyndikus Dr. Arthur Waldenberger, dass ihm der vom VDZ bestellte Bericht aus dem Juni 2004 vorliege, dieser jedoch Fürstner und folglich auch nicht die im Raum stehenden Vorwürfe entkräfte.



Die Vorwürfe gegen Fürstner lauten, er habe Verbandsmittel für private Zwecke eingesetzt. Außerdem soll Corpsmitglied Fürstner eine zweistellige Anzahl von Personen, die diesem Corps beziehungsweise dessen Umfeld zuzurechnen sind, auf Kosten mehrerer Verbandsorganisationen beschäftigt haben.



In der juristischen Auseinandersetzung zwischen dem ehemaligen Verbandssyndikus Arthur Waldenberger und Fürstner hatte das Präsidium Fürstner vor wenigen Tagen das Vertrauen ausgesprochen und die gegen ihn erhobenen Behauptungen "als falsch und haltlos" zurückgewiesen. Zuvor hatte das Landesarbeitsgericht Berlin entschieden, dass alle 13 Kündigungen Fürstners gegen Waldenberger unwirksam sind. Das Arbeitsverhältnis zwischen dem VDZ und Waldenberger wurde "wegen beiderseitiger Unzumutbarkeit" dennoch bereits am 30. Juni 2004 aufgelöst.

(as)

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