"Kommt mit auf den bildungspolitischen Tahrir...
 

"Kommt mit auf den bildungspolitischen Tahrir-Platz"

Mut zur Bildung - ein Aufruf für das Androsch'sche Volksbegehren.

Die Bildungskrise ist offensichtlich. Die Gründe liegen im Zugriff der Politik auf die Bildung - aber ohne Umsetzung, in den Gewerkschaften, die ein Besoldungssystem fordern, das Lehrer so teuer wie möglich werden lassen, und in der Unmöglichkeit, schlechte oder falsch motivierte Lehrer loszuwerden. So lautete die einleitende Kritik von Moderator Andreas Salcher - bekannt für sein Buch "Der talentierte Schüler und seine Feinde". Die Frage ist, wie könnten Konzepte gegen die Bildungskrise aussehen.

Volksbegehren:

Hannes Androsch erhofft sich mit seinem Volksbegehren den Druck auf die Politik zu erhöhen, um die "Refusenix in die Ecke zu stellen" und der nächsten Generation ein Werkzeug für die wundervolle Gestaltung des eigenen Lebensweges mitzugeben.

Geschwindigkeit:

Monika Kircher-Kohl, Infineon - "Die Politik kapituliert vor der Komplexität einer wirklichen Reform, aber es muss JETZT was passieren". "Gute Leute orientieren sich nicht mehr an Europa, sondern gehen nach Asien, Neuseeland und vielleicht gerade noch in die USA".

Brigitte Jank, Wirtschaftskammer Wien - "Wir haben 40.000 Zuwanderer pro Jahr und 30.000 Abwanderer pro Jahr, erstere sind meist minderqualifiziert, letztere hochqualifiziert".

Duale Ausbildung:

Brigitte Jank, Wirtschaftskammer Wien - "Die duale Ausbildung ist keine Restausbildung, wo minderbegabte reinfallen". "Es braucht eine begleitende Unterstützung neben der Schule, um Defizite abzuarbeiten - außerhalb der Familie".

Ursachen für Lähmung:

Hannes Androsch - "einige wenige haben die Zukunft des Landes in Geiselhaft genommen. Deshalb brauchen wir einen Bildungsgipfel ohne Tabus - mit Paketbeschluss und Umsetzung. Die Lösungen sind am Tisch, wir brauchen das Rad nicht neu erfinden, wir müssen nur umsetzen".

Monika Kircher-Kohl, Infineon - "Wir haben alle kein anderes System kennengelernt und können uns deshalb auch kein anderes vorstellen". "Wir als Unternehmer werden mehr auf den Tisch hauen".

Brigitte Jank, Wirtschaftskammer - "Die Diagnose wurde 17 mal gestellt. Es fehtl am Mut der Zuständigen für die Umsetzung".

Pädagogik:

Christian Oxonitsch, Stadt Wien - "Wir brauchen keine Mathematiker und Physiker, sondern Pädagogen mit Fachkenntnissen. Nicht Fachidioten mit pädagogischer Zusatzausbildung".

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