KommAustria: Verfahren gegen drei Programmver...
 
KommAustria

Verfahren gegen drei Programmveranstalter wegen Terror-Berichterstattung

APA
Die Terrornacht vom 2. November könnte nun auch für einige Medien wegen derer Berichterstattung zu Konsequenzen führen.
Die Terrornacht vom 2. November könnte nun auch für einige Medien wegen derer Berichterstattung zu Konsequenzen führen.

Verdacht von Rechtsverletzungen nach dem Audiovisuelle Mediendienste-Gesetz (AMD-G) habe sich laut KommAustria erhärtet.

Die Regulierungsbehörde KommAustria hat gegen drei private Mediendiensteanbieter Verfahren wegen deren Berichterstattung im Zusammenhang mit dem Terroranschlag in Wien vom 2. November 2020 eingeleitet. Gegenstand der Verfahren sind mögliche Verletzungen der Menschenwürde, der journalistischen Sorgfalt und von Programmgrundsätzen.


Während des laufenden Polizeieinsatzes gegen den bewaffneten Attentäter, hätten die Programmveranstalter im Rahmen ihrer Berichterstattung zu dem Terrorakt unter anderem wiederholt Video- und Fotomaterial gezeigt, auf dem Menschen niedergeschossen wurden oder sich in Panik auf der Flucht befanden, so die KommAustria. Dabei handelte es sich offenbar um Amateuraufnahmen, die Menschen in existentiellen Ausnahmesituationen zeigten. Die Polizei hatte an dem Abend wiederholt darum ersucht, derartiges Bildmaterial nicht zu veröffentlichen.

Die KommAustria hat die betreffenden Programmveranstalter von der Einleitung der Verfahren in Kenntnis gesetzt. Weitere Informationen zu den Verfahren können vor deren Abschluss nicht mitgeteilt werden, so die Behörde in einer Aussendung.

Sendern droht bei Feststellung eines Verstoßes eine Verwaltungsstrafe bis hin zum Entzug der Lizenz.

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