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KommAustria: 'Fakt oder Fake' verstieß gegen ORF-Gesetz

RTR

Die Medienbehörde kritisiert im veröffentlichten Bescheid mehrere Brüche mit dem Gesetz.

'Fakt oder Fake', ein Tool, das Social-Media-Postings auf ihre Plausibilität durchleuchten sollte, wurde von der KommAustria nun für gesetzeswidrig erklärt. Den (noch nicht rechtskräftigen) Bescheid veröffentlichte die Medienbehörde auf ihrer Website. Lisa Totzauer, damalige ORF-eins-Infochefin und jetzige Channel-Manager, hatte die Seite bei den Österreichischen Medientagen im September 2017 präsentiert - schon im November wurde sie wieder vom Netz genommen, nachdem die KommAustria ein Verfahren eingeleitet hatte.

Grund für den Gesetzesverstoß: Die Seite habe die im ORF-Gesetz verankerten Online-Beschränkungen überschritten, da sie keine sendungsbegleitende Funktion aufweise. Die "Einbindung des automatisierten Erkennungstools" entspreche außerdem "nicht dem Angebotskonzept tv.ORF.at". Zudem sei die Behörde im Vorfeld nicht über das Angebot unterrichtet worden. Auch habe der ORF die Medienbehörde im Vorfeld nicht über das Angebot informiert und eine Angebotsprüfung eingeholt. Einen weiteren Verstoß beging ‚Fakt oder Fake‘, indem ein Angebot die Onlinepräsenz-Maximaldauer von 30 Tagen überschritten habe, wie es im Bescheid heißt.

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