Kollektivvertrag: Tarifabschluss für Journali...
 

Kollektivvertrag: Tarifabschluss für Journalisten beträgt 1,4 Prozent

GPA-djp und VÖZ einigten sich auf eine Erhöhung der Gehälter um 1,4 Prozent.

Die Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) und der Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) erzielten einen Abschluss bei den Tarifverhandlungen. Betroffen sind alle bei österreichischen Tages- und Wochenzeitungen und deren Nebenausgaben sowie redaktionellen digitalen Angeboten angestellten Redakteure, Redakteursaspiranten und Dienstnehmer des technischen-redaktionellen Dienstes. Die Sozialpartner einigten sich auf eine Erhöhung der Gehälter um 1,4 Prozent. 

Auch die Arbeits- und Honorarbedingungen von freien Journalisten waren Teil der Verhandlungen. Deren Zeilenhonorare wurden auf 36,45 Euro angehoben. Franz C. Bauer, Vorsitzender der Journalistengewerkschaft in der GPA-djp, dazu in einer Aussendung: "Die Einhaltung der Zeilenhonorare ist in vielen Verlagshäusern nach wie vor ein Problem. Eine von uns durchgeführte Umfrage zeichnet ein erschreckendes Bild. Dazu gibt es eine weitere Verhandlungsrunde mit dem VÖZ, bei dem es neben der Rechtssicherheit, auch um die Einhaltung der Honorarsätze und Verbesserungen der Arbeitsbedingungen für die Freien gehen wird. Nur eine angemessene Honorierung journalistischer Tätigkeit, besonders auch der freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, kann auf Dauer redaktionelle Unabhängigkeit und Qualität sichern."

Wolfgang Bergmann, Vorsitzender des KV-Boards im VÖZ, lässt - ebenfalls über eine Aussendung - ausrichten: "Bei der Verhandlung, bei der ich gestern anwesend war, wurde keine Umfrage präsentiert, die sich kritisch mit Arbeitgebern auseinandersetzt. Klientelpolitik über Presseaussendungen zu betreiben, ist eine Politik des alten Stils, die nicht nur auf Regierungsebene sondern auch auf Sozialpartnerebene überwunden werden sollte. Der VÖZ ist jedenfalls jederzeit bereit, konkrete Anliegen und Maßnahmen sozialpartnerschaftlich zu lösen." Die Tarifeinigung selbst bezeichnet er weiters als "tragfähigen Kompromiss, der sich einerseits an vergleichbaren Branchenvereinbarungen orientiert und andererseits für die Arbeitgeberseite in wirtschaftlich schwierigen Zeiten gerade noch vertretbar ist".

Die Änderungen werden mit 1. Juni 2016 in Kraft treten und sind für 12 Monate gültig.

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