KMU-Umfrage: Steigende Umsatzerwartung und me...
 
KMU-Umfrage

Steigende Umsatzerwartung und mehr Personal

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Die Creditreform Wirtschafts- und Konjunkturforschung hat im Oktober/November 2021 an die 1.500 heimische Klein- und Mittelunternehmen nach der aktuellen Wirtschaftslage und den Ausblicken für die kommenden sechs Monate befragt.

Mittelständische Betriebe bewerteten ihre Geschäftslage wesentlich besser als im Vorjahr. Der Geschäftslageindex schraubte sich um 21,0 Zähler nach oben und erzielte ein Ergebnis von plus 23,1 Punkten nach nur plus 2,1 Punkten im Herbst 2020. Besonders groß war die Erleichterung bei der Dienstleistungsbranche, die stark unter den Corona-Einschränkungen zu leiden hatte: Betrug der Geschäftslageindex hier vor einem Jahr nur minus 7,7 Punkte, so waren es im Herbst 2021 bereits 19,5 Punkte.

Über höhere Umsätze freuten sich 40,1 Prozent der Befragten und nur 14,1 Prozent klagten über Umsatzeinbußen. Im Herbst 2020 musste dagegen fast jeder zweite Betrieb Umsatzrückgänge verkraften (45,4 Prozent). Der Saldo aus gestiegenen und gesunkenen Umsätzen katapultierte sich von minus 18,9 auf heuer plus 26,2 Prozentpunkte und markiert damit den Höchstwert im Zehnjahresvergleich.

Der aktuell vierte Lockdown hatte bisher weniger negative Auswirkungen als befürchtet. In allen Hauptwirtschaftsbereichen verzeichneten rund 40,0 Prozent der Betriebe – und damit wesentlich mehr als im Jahr zuvor – Umsatzzuwächse. Auch der deutliche Rückgang der Umsatzeinbußen zeugt davon, dass die Abwärtsspirale in den vergangenen Monaten gestoppt wurde. Die höchst Quote hatte der Handel, wo bei jedem fünften Unternehmen die Umsätze sanken (20,4 Prozent) – beim Bau war es nur jedes zwölfte (8,2 Prozent).

Die gute Umsatzlage der vergangenen Monate lässt die Mittelständler mit mehr Zuversicht in die Zukunft schauen. Unter dem Schock der Corona-Krise rutschte der Saldo aus steigenden und sinkenden Umsätzen im Vorjahr tief ins Minus, konnte sich im Herbst 2021 aber auf ein Ergebnis von plus 11,2 Prozentpunkten hocharbeiten. Derzeit stellen sich 26,9 Prozent der Befragten auf ein Umsatzplus und nur 15,7 Prozent auf ein Umsatzminus ein. Vor einem Jahr befürchteten noch 40,3 Prozent eine negative Umsatzentwicklung, während nur 13,4 Prozent eine positive Prognose wagten.

Der konjunkturelle Aufschwung sorgte weiters für einen höheren Personalbedarf, sodass 26,9 Prozent der Befragten neue Arbeitsplätze schufen und nur 10,6 Prozent von Personalrückgängen berichteten. Noch vor zwölf Monaten verkleinerte sich bei 23,4 Prozent die Belegschaft. Der Saldo aus mehr und weniger Personal erzielte somit plus 16,3 Prozentpunkte nach minus 5,4 Prozentpunkten im Vorjahr.

Die Einstellungsfreude des österreichischen Mittelstands bleibt hoch und zeigt das Vertrauen in eine positive konjunkturelle Entwicklung. Mit einem Ergebnis von plus 15,7 Prozentpunkten erreichte der Erwartungssaldo ein neues Hoch im Zehnjahresverlauf und liegt deutlich über dem Vorjahresergebnis von minus 14,3 Prozentpunkten.

Die gesamte Umfrage zum Nachlesen gibt es hier.
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