Klausnitzer: Keine Ambition auf ORF-GD
 

Klausnitzer: Keine Ambition auf ORF-GD

Rudi Klausnitzer erklärt im Horizont-Interview, warum er keine Ambitionen hatte, ORF-Generaldirektor zu werden und was ihn an der "Herausforderung News" fasziniert.

Es habe weder ein konkretes Angebot von außen noch eine konkrete Überlegung seinerseits gegeben, sich für den Job des künftigen ORF-Generaldirektors zu bewerben, erklärt Rudolf Klausnitzer im Interview mit Horizont. Klausnitzer: "Die Funktion des ORF-Generaldirektors ist natürlich eine stark politisch bestimmte. Das heißt, von allen Seiten werden sehr große politische Erwartungen in die jeweilige Person gesetzt, mein Verständnis ist es jedoch, dass der Leiter eines Unternehmens dem Unternehmen, seinen Mitarbeitern und Eigentümern verantwortlich ist und sonst niemandem."



Während der ORF ein Unternehmen sei, "dessen Geschäftsfeld durch das neue Gesetz sehr rigide definiert ist und wo die Möglichkeit der Expansion, auch über Österreich hinaus, nur sehr eingeschränkt gegeben ist", biete "die Verlagsgruppe News, aufbauend auf einer breiten Palette unterschiedlicher Magazine eine Unzahl von Möglichkeiten, vor allem auch die Möglichkeit, in andere Bereiche zu expandieren, ob das der elektronische oder der gesamte Multimediabereich von Internet bis Fernsehen", meint der designierte Geschäftsführer der Verlagsgruppe. Zu Fernsehplänen der News-Gruppe meint Klausnitzer, dass sich da Verlagshaus "überlegen wird, wie die optimalen Bewegungsmuster in diesem Sektor aussehen, und die Verbindung zwischen dem Kerngeschäft des Hauses und dem jeweiligen Bereich optimal hergestellt werden" könne. Stichwort News-TV.



Auch als künftiger Chef eines großen Verlagshauses halte er es für "wichtig, dass man erkennt, dass ein gesunder ORF für das gesamte Land wichtig ist", so Klausnitzer. "Wenn wir die Chancen dieses kleinen Landes wahren wollen, dann brauchen wir größere Einheiten, denn nur große Unternehmen ermöglichen eine über den regionalen Bereich hinaus gehende Tätigkeit."



Lesen Sie das vollständige Interview in der Printausgabe von Horizont (43/2001).

(as)

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