Kinderrechte-Preis für Kurier-Journalistin Wi...
 

Kinderrechte-Preis für Kurier-Journalistin Widler

Kurier/Franz Gruber
In ihren Dankesworten unterstrich Widler, sie habe auch zeigen wollen, dass man bei Kindern nicht sparen dürfe und solle.
In ihren Dankesworten unterstrich Widler, sie habe auch zeigen wollen, dass man bei Kindern nicht sparen dürfe und solle.

Für ihre "Kurier"-Reportage "Das Jugendamt und seine Kinder" ist Yvonne Widler am Montag mit dem "Plan Medienpreis für Kinderrechte" im Bundeskanzleramt ausgezeichnet worden. Familienministerin Juliane Bogner-Strauß unterstrich dabei die Rolle der Medien als Mahner zur Wahrung der Rechte von Kindern.

Der mit 3.000 Euro dotierte und seit 2014 vergebene Preis der gemeinnützigen Privatstiftung Hilfe mit Plan Österreich wurde von Familienministerin Bogner-Strauß, VÖZ-Vizepräsident Thomas Kralinger und Rudi Klausnitzer, Vorstandsmitglied der Stiftung, überreicht. Widler wurde damit für den Bericht "Das Jugendamt und seine Kinder" ausgezeichnet. Der zweite Preis wurde Barbara Hardinghaus und Maik Großekathöfer für Ihren Beitrag "Kalt bis ins Herz" (Spiegel) zugesprochen, der dritte Preis ging an Petra Prascsaics für ihren in der Styria-Pausenzeitung erschienenen Beitrag "Wir Kinder haben Rechte".

Widler erklärte, sie freue sich sehr über den Preis, vor allem im Namen der "mutigen und beeindruckenden Menschen, mit denen ich im Zuge der intensiven Recherche sprechen durfte". Ihr Beitrag habe auch zeigen wollen: "Bei Kindern sollen und dürfen wir nicht sparen. Und bei aller Kritik, die das Jugendamt immer wieder erreicht, sehen wir in meinem Dossier, wo das System gut funktioniert." Widler selbst war auch schon im letzten Jahr unter den Prämierten, als sie für "Ihr müsst Euch jetzt verabschieden" (nzz.at) den zweiten Preis bekam.

"Klares Bild"

Die Jury - Tarek Leitner (ORF), Hedwig Wölfl (Geschäftsführerin die Möwe), Sabine Petzl (Moderatorin, Schauspielerin), Michael Lang (APA-Chefredakteur), Patricia Pawlicki (ORF), Gerald Grünberger (VÖZ Geschäftsführer), Ursula Hofmeister (Preisträgerin 2017, ORF Journalistin) sowie Rudi Klausnitzer - begründete ihre Wahl damit, dass Widler "das Recht von Kindern auf gesundes und gewaltfreies Aufwachsen und die Förderung ihrer Entwicklung in den Mittelpunkt" ihres Berichts gestellt und "ein sehr klares Bild der Komplexität und Verantwortung im Kinderschutz" gezeigt habe.

Bogner-Strauß sagte, man müsse "immer wieder auf die Rechte des Kindes aufmerksam machen und auch darüber berichten". Medien hätten "eine nicht zu unterschätzende Verantwortung, wenn es um den Schutz von Kindern und Jugendlichen in der medialen Berichterstattung geht".

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