Keine Trendwende auf Printmarkt in Sicht
 

Keine Trendwende auf Printmarkt in Sicht

Deutsche Verleger zeigten keinen Optimismus bei der VDZ-Generalversammlung.

Keinen Grund zur Freude haben in diesem Jahr die deutschen Zeitschriftenverleger: Zwar steigerten sich nach den Terroranschlägen vom 11. September aus dem verstärkten Informationsbedürfnis heraus die Verkäufe um 5,6 Prozent. Doch gleichzeitig gab es herbe Einbußen bei den Werbeeinnahmen. In den ersten neun Monaten dieses Jahres verzeichneten die Publikumszeitschriften im Vergleich zu 2000 einen Rückgang um 5,4 Prozent. Die Gesamteinnahmen bei Zeitschriften beliefen sich bis Oktober auf 5,7 Milliarden Mark. Das Boomjahr 2000, versuchte man sich gestern auf der diesjährigen Generalversammlung des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) in Berlin zu trösten, sei wegen der vielen Dot.com-Anzeigen eine Ausnahmeerscheinung gewesen. Auch mit dem Online-Werbemarkt sei man noch nicht zufrieden, räumte Karl Dietrich Seikel, Geschäftsführer des Spiegel-Verlages und VDZ-Vorsitzender der Publikumszeitschriften, ein und von einer Trendwende ist derzeit nicht auszugehen. Die deutschen Verleger hoffen, 2002 zumindest dasNiveau von 1999 zu erreichen. Nur Frauen- und Lifestyle-Magazine legten bei den Werbeumsätzen um sieben bzw. neun Prozent zu. 400 Zeitschriften kamen 2001 in den Bereichen Publikum, Fachpresse und konfessionelle Presse neu auf den Markt. Dem stehen fast ebenso viele Einstellungen gegenüber.

(gk)


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