'Keine Schlechterstellung': IG Programmkino f...
 
'Keine Schlechterstellung'

IG Programmkino fordert Rettungsschirm und klare Ansagen

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"Kinos und Kultur werden benachteiligt. Seilbahnen und Gastronomie sind begünstigt", lautet ein Vorwurf der IG Programmkino in einer Aussendung.
"Kinos und Kultur werden benachteiligt. Seilbahnen und Gastronomie sind begünstigt", lautet ein Vorwurf der IG Programmkino in einer Aussendung.

2020 verzeichnete die Kinobranche in Österreich einen Umsatzeinbruch von 73 Prozent. Die Interessensvertretung der unabhängigen Arthauskinos verlangt von Vizekanzler und Kulturminister Werner Kogler einen Rettungsschirm für alle Kinobetriebe in Österreich. Zudem praktizierbare Vorgaben für ein wirtschaftlich vertretbares Aufsperren und eine mittelfristige Planung für Kinos.

„Eingangstests“ für einen Kinobesuch lehnt die IG Programmkino ab. Stattdessen sollen FFP2-Masken zum Einsatz kommen. Im Kino seien jetzt schon große Abstände vorgeschrieben, „die Menschen tragen Masken, der Zugang ist geregelt, die Lüftungsanlagen sind auf dem letzten Stand, dazu gibt es viele zusätzliche Hygienemaßnahmen“, wie sie in einer Aussendung festhält. Bei Seilbahnbetrieben und Gondeln brauche es keine „Eintrittstests“, dort reichen FFP2-Masken, verweist man dort auf die viel kritisierte Öffnung der Skigebiete.

‚Aus eigener Kraft kaum mehr zu schaffen‘

„Ob und wie lange ein nächtliches Ausgangsverbot weiter bestehen wird, ist für uns von entscheidender wirtschaftlicher Bedeutung.“ Und da ein Kinobesuch im Gegensatz zu Theater und Konzert zumeist spontan erfolge, würden „Eintrittstests“ die Branche besonders treffen.

Der zweite Lockdown sei mitten in der Planung für die Wintersaison eingetroffen. „Wir haben die geschäftsstärksten Monate des Jahres verloren und damit auch die finanziellen Reserven für die verlustträchtigen Sommermonate. Der Weg zurück zum Normalbetrieb wird lang und teuer. Aus eigener Kraft ist das kaum mehr zu schaffen.“ Dazu komme ein eklatanter Mangel an neuen Filmen.

‚Keine Schlechterstellung zu Gastronomie‘

Die IG Programmkino pocht überdies auf eine flexible Handhabung für Zuschauer, sollte ein nächtliches Ausgangsverbot bestehen bleiben („letztmöglicher Vorstellungsbeginn um 20 Uhr“), niedrige Barrieren für allfällig nachzuweisende Tests (Gratistests für Kulturbetriebe, Zulassung von direkten Tests vor Ort, praktizierbare Regelungen), keine Schlechterstellung der Veranstaltungsbetriebe im Vergleich zur Gastronomie sowie ein Mehrjahreskonzept zur finanziellen Absicherung der Programmkinos und – „besonders dringend“ – die Budgetierung für 2021, die bisher noch nicht erfolgt sei. All dies möchte die IG auch für die großen Kinos angewendet wissen.

 

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