Kein "Kulturkampf" der Gewista
 

Kein "Kulturkampf" der Gewista

Die "Mini Poster"-Initiative der Gewista versteht Karl Javurek-Steiner als Angebot und nicht als Kampfansage.

Die "wild" plakatierten Ankündigungen diverser Kulturveranstaltungen, die sich ihren Platz hauptsächlich auf Lichtmasten und Stromverteilungskästen suchen, sind der Gewista schon seit längerem ein Dorn im Auge. Der jüngste Schlag gegen die "unlauteren Wettbewerber" brachte die Streitparteien sogar vor Gericht.

Seitdem die Gewista die Firma Bergelt & Bergelt geklagt hat (übrigens wegen eines Plakates für ein Fitnesszentrum und nicht für ein Theater oder Konzert), gehen die Wogen hoch. Von einem "Kampf gegen die Kulturinitiativen" ist die Rede und zuletzt gab es sogar zwei anonyme Bombendrohungen gegen die Gewista. Zufall? Dabei liegt für den Generaldirektor Karl Javurek-Steiner die Sache ganz einfach: Die Gewista hat ein neues Stadtmobiliar entwickelt und sieht es als ihr "gutes Recht", auch im Segment der Kleinplakate präsent zu sein. Javurek zu horizont.at: "Auch die Wildplakatierer haben es nicht gratis getan." Mit der "Mini Poster"-Initiative will die Gewista lediglich Transparenz in die Außenwerbung bringen. Und im übrigen sei die Gewista der wichtigste und größte Plakatierer, der sich für kulturelle und soziale Anliegen engagiere. Insoferne entspricht die mediale Aufputschung in den letzten Tagen keinesfalls den Intentionen der Gewista. Javurek: "Ich lade alle Kulturinitiativen ein, mit uns zusammenzuarbeiten." Die konkrete Tarifgestaltung für die "Mini-Poster" soll im Frühherbst vorliegen. (spr)

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