Kein Geschäft mit Sport
 

Kein Geschäft mit Sport

Der deutsche Fernseh- und Sportrechtekonzern Constantin Medien fährt wegen der schlechten Geschäfte seiner Sportsparte Verluste. - Sparen im großen Stil ist angesagt.

Schlechten Geschäfte mit dem TV-Sender DSF sind der Grund dafür, dass der deutsche Fernseh- und Sportrechtekonzern Constantin Medien in die Verlustzone gerutscht ist. Im zweiten Quartal machte das Unternehmen 6,5  Millionen Euro Verluste, nach 5,2 Millionen Euro Überschuss vor Jahresfrist. Dass der Konzernumsatz von 115 auf knapp 228 Millionen Euro anstieg, hat nichts mit einem tatsächlich Zuwachs zu tun, sondern ist ausschließlich auf die "Vollkonsolidierung der Beteiligung an der Highlight-Gruppe (47,3 Prozent) zurückzuführen, die seit 31. Juli 2008 konsolidiert wird" und deshalb im Vorjahreszeitraum noch nicht enthalten war. Im Gesamtjahr erwartet sich Constantin Medien ein Konzernergebnis von rund 3,1 bis 5,1 Millionen Euro bei einem Umsatz von 500 bis 520 Millionen Euro.







Der Ausblick auf das zweite Halbjahr ist erwartungsgemäß unerfreulich: "Aufgrund der Einbrüche im Werbemarkt, Restrukturierungskosten und außerordentlichen Aufwendungen ist, wie bereits bekanntgegeben, im Segment Sport im Gesamtjahr 2009 voraussichtlich mit Ergebnisabweichungen gegenüber Budget im unteren zweistelligen Millionenbereich zu rechnen, die sich auch auf die Gesamtrechnung des Konzerns negativ auswirken. Diese Abweichungen werden sich voraussichtlich durch einen außerordentlichen Zufluss in Höhe von 30 Millionen Euro (brutto) aus dem Abschluss eines Teilvergleichs bei den Organhaftungsklagen gegen frühere Vorstände und Aufsichtsräte der Gesellschaft kompensieren lassen". 







Der Vorstand wird in der zweiten Jahreshälfte eine Neustrukturierung des Segments Sport (vor allem TV-Sender DSF) umsetzen. Damit verbunden sind laut Constatin Medien "die Straffung der Management-Strukturen und die Realisierung von Kosteneinsparungen".
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