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Kartellverfahren gegen Microsoft könnte bald zu Ende sein

Der Softwareriese und das US-Justizministerium sollen sich erfolgreich über eine außergerichtliche Einigung verständigt haben. EU-Ermittlungen sind davon nicht betroffen.

Seit 18. Mai 1998 kämpft der Softwarehersteller Microsoft nun schon mit dem US-Justizministerium und 20 US-Staaten vor Gericht. Das Unternehmen soll seine monopolartige Stellung missbraucht haben, um den Browser-Konkurrenten vom Markt zu verdrängen. Nach Berichten von US-Medien soll dieser Prozess nun mit einer außergerichtlichen Einigung sein vorzeitiges Ende finden. Gegen eine Reihe von Zugeständnissen darf Microsoft weiter Softwarepakete mit seinem Windows-Betriebssystem zu bündeln. Im Gegenzug soll der Konzern anderen Computerherstellern mehr Freiheiten gewähren, Microsoft-Produkte durch Konkurrenzangebote auf dem Windows-Desktop zu ersetzen. Zusätzlich dazu soll den Konkurrenten technische Informationen zur Verfügung gestellt werden – dies betrifft vor allem Netzwerkrechner und Taschencomputer.

Die leitende Richterin Colleen Kollar-Kotelly hat den Parteien bis heute Zeit gegeben, um ein außergerichtlichen Einigung zustande zu bringen. Experten rechnen damit, dass diese Frist noch bis Anfang nächster Woche verlängert wird. Egal wie das Kartellverfahren in den USA auch ausgehen mag. Die Ermittlungen von EU-Wettbewerbskommissar Monti bleiben davon unberührt. Hier geht es um die Koppelung zwischen Betriebssystem und Programmen zum Abspielen von Musik und Videos (Media-Player). Hier hat der US-Konzern noch bis Mitte November Zeit, um Stellung zu nehmen. (rs)

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