Kartellamt untersagt Berliner Zeitungsfusion ...
 

Kartellamt untersagt Berliner Zeitungsfusion endgültig

Der Holtzbrinck-Verlag darf die "Berliner Zeitung" nicht übernehmen, entscheidet das deutsche Bundeskartellamt.

Das deutsche Kartellamt hat die von der Verlagsgruppe Holtzbrinck geplante Übernahme der "Berliner Zeitung" gestoppt. Da der Stuttgarter Verlagsgruppe bereits der Berliner "Tagesspiegel" gehöre, entstünde eine marktbeherrschende Stellung bei regionalen Abonnement-Zeitungen in Berlin, begründete die Behörde ihren Beschluss. Die Verlagsgruppe Holtzbrinck (Die Zeit, Handelsblatt, Rowohlt) will die Entscheidung nicht hinnehmen und kündigte an, die Übernahme der "Berliner Zeitung" notfalls mit rechtlichen Mitteln gegen den Willen des Bundeskartellamts durchzusetzen.

Holtzbrinck hatte mit dem zu Bertelsmann gehörenden Hamburger Verlag Gruner + Jahr (in Österreich an der News-Verlagsgruppe beteiligt) Ende Juni für rund 200 Millionen Euro den Kauf von dessen Berliner Verlagstochter vereinbart. So hätten die "Berliner Zeitung" (Auflage: rund 190.000) und der "Tagesspiegel" (rund 135.000 Exemplare) im Verlags- und Anzeigengeschäft Kosten sparend unter einem Dach vereint werden können.

(jed)

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