Kampf unter KPNQwest-"Erben"
 

Kampf unter KPNQwest-"Erben"

Während die insolvente KPNQwest um Fortführungsszenarien kämpft, balgt sich die Mitbewerberschaft auf bizarre Art und Weise um die Klientel des bankrotten Providers.

Während die Holding KPNQwest N.V. die Zukunft des Unternehmens an Konkursrichter delegieren musste, ringt KPNQwest Austria um das Weiterbestehen des Unternehmens sowie um die Aufrechterhaltung der nötigsten Services. Die dringensten Maßnahmen bei KPNQwest Austria konzentrieren sich auf Verhandlungen mit Geschäftspartnern und Lieferanten, die die wichtige Aufrechterhaltung der in Österreich gemieteten Netzwerk-/Leitungsinfrastruktur zum Ziel haben, erklärt Sprecherin Fleur-Christine Swoboda.



Währenddessen hat sich unter den heimischen Providern ein Kampf um die nicht gerade kleine KPNQwest-Klientel entsponnen. Globalcore, Inode, Bios, Funknetz.at, Silver Server, netway, yc net:works, Cable & Wireless, Colt, und andere buhlen mit Sicherheitsgarantien, Bandbreitenerweiterungen, Connectivities oder auch mit Print-Inseraten in Tageszeitungen um die verunsicherte KPNQwest-Kundschaft. Skurriles spielt sich auch ab: netway ließ in einer Aussendung die Österreich-Niederlassung von Colt Telekom sterben. Colt-Geschäftsführer Alfred Pufitsch kontert: "Das ist eine unwahre Behauptung von netway. Wahr ist vielmehr, dass wir seit Bekanntgabe der Insolvenz von KPNQwest bereits mehrer große österreichische Unternehmen als Kunden übernommen haben." Colt wurden in der Vergangenheit ähnliche wirtschaftliche Schwierigkeiten wie KPNQwest nachgesagt. Die Probleme von WorldCom sind mittlerweile offenkundig und sollen im Abbau von bis zu 16.000 Mitarbeitern gipfeln.



Die Telekom Austria hält derzeit, wie mit KPNQwest Austria vereinbart, die Telekommunikationsdienstleistungen des Carriers und Providers aufrecht.



(tl)

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