Juli mit 5,4 Prozent nominell im Plus!
 

Juli mit 5,4 Prozent nominell im Plus!

Focus erhebt für die ersten sieben Monate 2009 ein nominelles Minus von „nur“ 2,3 Prozent

Wer Augen hatte zu sehen und Ohren zu hören konnte in den klassischen Medien im Juli wahrnehmen: Die Buchungslage ist so schlecht nicht. Werbebeobachter Focus Media Research bestätigt diesen subjektiven eindruck in der nun vorliegenden Analyse der Spendings für den Juli 2009: Nach acht Monaten ununterbrochenen Schrumpfens der Werbeaufwendungen im Vergleich zum jeweiligen Vormonat schreibt der Juli 2009 als erster Monat ein nominelles Plus für die Brutto-Werbe-Spendings: +5,4 Prozent für die Gesamtaufwendungen, +3,7 Prozent für die klassische Werbung.



Allerdings ist eine Anmerkung doppelt zu unterstreichen: Zum einen war der Vergleichsmonat Juli 2008 – wir erinnern uns – der schwache „Sandwich“-Monate zwischen der unglückseligen EURO 2008 und den weit entfernten Olympischen Spielen im totalitären China – beide Ereignisse für nicht von den ebenso totalitär agierenden Sportverbänden FIFA und IOC zugelassene Sponsoren ein sehr starker Grund, ihre Spendings in den jeweiligen Zeiträumen extrem zurückzufahren. Und zum zweiten, wofür Focus naturgemäß nichts kann, die zählen ja nur: Der ausgedrückte Geldwert muss – leider – nicht notwendig mit tatsächlichen Erhöhungen der Spendings im Monatsvergleich zu tun haben, sondern sehr wohl auch mit dem saisonbedingten Abbau von im ersten Halbjahr aufgelaufenen Naturalrabattvereinbarungen.



Handel und Markenartikler



So ist als einzig gesichertes Fazit zu sagen: Im Juli 2009 war der Werbedruck, den Österreichs werbungtreibende Wirtschaft via Media auf Herrn und Frau Österreicher ausübten (ausüben ließen) deutlich Hörer als im Vergleichszeitraum. Allemal – die tun was für die Stimmungslage und das Konsumklima – allen voran einmal mehr der Handel (nominell plus 4,8 Prozent im Juli 2009) und die Markenartikler (nominell +2,6 Prozent) sowie der Bereich „Sonstige“ (mit Elektrohandel, Möbelhandel, Tourismus…) mit gleich nominell +9,4 Prozent. Nach wie vor Zurückhaltung bei den Dienstleistern (Finanzwirtschaft) mit nominell -8,8 Prozent und der Investitionsgüterindustrie (KfZ) mit nominell -6,9 Prozent.



Auch ORF-TV im Plus



Im Juli 2009 schreibt das ORF-Fernsehen erstmals 2009 ein nominelles Plus von gleich 3,8 Prozent (die Privaten TV-Anbieter allerdings gleich nominell Plus 10,9 Prozent) Schwäche bei den Radios – ORF-Radio und die Privaten müssen im Juli (Werbe-) Federn lassen.



Online, Kino – und Print!



Einmal mehr explodierende Brutto-Umsätze meldet Online: Nominell +46,3 Prozent. Sommerkino und Harry-Potter-Blockbuster machens möglich: Kino, seit Monaten auf Talfahrt, meldet nominell +42,1 Prozent im Juli 2009.



Und Print. Nominell +2,1 Prozent für das Segment im Juli 2009, gleich +4,2 Prozent für die Tageszeitungen, +2,0 Prozent für die Regionalen Wochenzeitungen – nur die Fachzeitschriften erleiden ein Sommerloch-Tief.



DM wächst weiter: Wie schon in den letzten Monaten – Direct Marketing, soweit von Focus erhoben, entwickelt sich im Krisenjahr 2009 durchaus positiv – nominell +12,1 Prozent im Juli, Zeitungsbeilagen deutlich (+20 Prozent), Direct Mails B2C kräftig (+13,3 Prozent) und der klassische Prospekt über dem Marktdurchschnitt (+8,5 Prozent).   Kumuliert ist und bleibt ein Minus Aber, kein Anlass zu vorschneller Euphorie: Mit nominell -2,3 Prozent (-3,6 Prozent für die klassischen Medien) bleiben die Brutto-Werbespendings in den ersten sieben Monaten des Jahres 2009 nach wie vor deutlich unter dem Vergleichszeitraum 2009. Alle Daten stehen auf der Focus Homepage hier.
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