Jugend kann auf ORF und Print zunehmend verzi...
 

Jugend kann auf ORF und Print zunehmend verzichten

Jugend-Trend-Monitor 2012: Österreichs Jugendliche setzen auf Internet sowie Handy, arbeiten würden sie am liebsten bei Red Bull

Welche Medien braucht die Jugend? Für 35,7 Prozent der 14- bis 29-Jährigen ist das Internet unverzichtbar, an zweiter Stelle folgt das Handy (28,2 Prozent). Print erscheint hingegen zunehmend entbehrlich. Lediglich 1,4 Prozent würden, müssten sie darauf verzichten, Zeitungen am meisten vermissen. Zeitschriften halten überhaupt nur 0,2 Prozent der Jungen für unersetzlich. Das geht aus einer Studie namens "Jugend-Trend-Monitor 2012" hervor, welche die Eventagentur DocLX und der Online-Meinungsforscher Marketagent.com verantworten. Befragt wurden hierbei rund 3.000 junge Menschen.

ORF für weniger als ein Fünftel unverzichtbar


Bei Fernseh- und Video-Medien behaupten sich Privatsender mit 48,7 Prozent deutlich vor diversen Video-Plattformen wie beispielsweise Youtube (33,0 Prozent). Weit abgeschlagen rangiert das öffentlich-rechtliche Fernsehen: 18,7 Prozent wollen in einer Entscheidungs-Situation nicht auf den ORF verzichten.

70,9 Prozent nutzen Social Media, Apps immer beliebter

Bereits sieben von zehn Jugendlichen (70,9 Prozent) nutzen Facebook, Twitter & Co. über das Handy/Smartphone, wobei die 14- bis 19-Jährigen mit 76,7 Prozent hier Vorreiter sind. Ganze 37 Prozent der Befragten nutzen Social Media Plattformen täglich mehr als 30 Minuten über mobile Endgeräte. 28 Prozent verwenden mobiles Internet am Handy oder Tablet mehr als eine Stunde pro Tag.

Apps erfreuen sich bei Österreichs Jugend großer Beliebtheit. 46,5 Prozent der Jungen haben mehr als zehn Apps auf ihrem Smartphone, wobei männliche Befragte im Schnitt fast doppelt so viele herunter geladen haben wie weibliche Befragte (Mittelwerte: M:15 Apps, W:8 Apps). Tatsächlich verwendet wird aber über alle Jungen Österreicher hinweg durchschnittlich nicht einmal die Hälfte der Apps (40,7%).

Jobs in IT&T, Kommunikation und Event gefragt

Bei der Wahl eines Jobs sind Spaß und Interesse am Tätigkeitsbereich (72,8%) sowie ein positives Arbeitsklima (66,9 Prozent) die wichtigsten Kriterien. Überstunden haben hingegen ihren Schrecken verloren ("Keine/wenige Überstunden": 5,1 Prozent). Am liebsten würden Österreichs Jugendliche in den Branchen "IT & Telekommunikation" (12,3 Prozent, M: 20,9 Prozent, W: 3,2 Prozent), dicht gefolgt von "PR/Werbung/Kommunikation" und "Event-Management" (jeweils 9,8 Prozent) arbeiten.

Red Bull ist attraktivster Arbeitgeber

Der attraktivste Arbeitgeber ist mit Red Bull (6,7 Prozent der spontanen Nennungen) dann auch einer, der ebenfalls massiv im Event-Business tätig ist. Weit abgeschlagen folgen auf Platz 2 und 3 mit der Voest Alpine ein staatsnaher Betrieb und - der Staat selbst. Ein Hinweis darauf, dass der vermeintlich sichere Arbeitsplatz gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten auch bei der Jobsuche eine immer größere Rolle spielt. Dennoch wollen sich mehr als die Hälfte der befragten Jugendlichen (53,8 Prozent) im Job primär selbst verwirklichen.

Studiensteckbrief:

- Methode: Computer Assisted Web Interviews (CAWI)

- Instrument: Online-Interviews über die Marketagent.com reSEARCH Plattform

- Respondenten: web-aktive Jugendliche aus Österreich zwischen 14 und 29 Jahren aus dem Youth Panel XXL

- Samplegröße: n = 3.002 Netto-Interviews

- Umfang: 33 offene/geschlossene Fragen

- Befragungszeitraum: 27.04.2012 - 31.05. 2012

Eine Übersicht aller Studienergebnisse gibt es hier.
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