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Journalistenmorde in der EU: ÖJC fordert Bundesregierung zum Handeln auf

Bernhard Moestl
ÖJC-Präsident Fred Turnheim verlangt von Bundeskanzler Sebastian Kurz rasche Ermittlungen bei Journalistenmorden in der EU.
ÖJC-Präsident Fred Turnheim verlangt von Bundeskanzler Sebastian Kurz rasche Ermittlungen bei Journalistenmorden in der EU.

Österreichischer Journalisten Club beklagt die fehlende Aufklärung von Journalistenmorden. Die Bundesregierung müsse – auch in ihrer Funktion als EU-Ratspräsidentschaft – „endlich aktiv“ werden.

Weltweit gab es bisher 66 Journalistenmorde. In der Europäischen Union wurden mit Viktoria Marinowa (Bulgarien), Jan Kuciak und seiner Verlobten (Slowakei) Daphne Caruana Galizia (Malta) und Kim Wall (Schweden) in den vergangenen Jahren vier Journalisten getötet. Der Österreichische Journalisten Club fordert nun in Gedenken an die Kollegen die Aufklärung der Verbrechen. Aber auch die sofortige Freilassung aller aus politischen Gründen inhaftierten Journalisten weltweit müsse vorangetrieben werden. Allein in der Türkei seien 175 Personen, darunter auch der Österreicher Max Zirngast, in Haft.

Für ÖJC-Präsident Fred Turnheim ist anlässlich des „Internationalen Tages gegen Straflosigkeit für Verbrechen an Journalisten“ das Handeln der Bundesregierung und der österreichischen Ratspräsidentschaft gefragt: Bundeskanzler Sebastian Kurz muss laut Turnheim sowohl bei der Aufklärung von Journalistenmorden in der EU als auch bei der Freilassung Zirngasts "endlich aktiv" werden. „Politiker, die dauernd von Fake News und lügenden Journalisten faseln und bestimmen wollen, wie und worüber die Öffentlichkeit informiert werden soll, sind die Totengräber der Demokratie“, so der ÖJC-Präsident.   


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