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"Journalisten von Genfer Atom-Verhandlungen ausgesperrt"

"La Tribune de Geneve" empört über Umgang mit Medienvertretern

Die Zeitung "La Tribune de Geneve" ist empört, wie im Zuge der Genfer Atomgespräche zwischen der 5+1-Gruppe und dem Iran mit Medienvertretern umgegangen wird. Das Blatt mokierte sich am Dienstag in seiner Internetausgabe darüber, dass ein weißes Tuch die 1938 im Palast der Nationen aufgestellte Statue eines nackten Mannes verhülle, dass Stellwände Fotografen den Blick auf die ankommenden Delegationen verstellten und dass Journalisten aus ihren Büros vertrieben würden, weil sie zu nahe an den Fenstern sitzen würden.

"So was hat man bei der UNO noch nie gesehen", schreibt "La Tribune". "Warum werden Journalisten von dem Gebäude ferngehalten, in dem die Diskussionen stattfinden?"Noch nie seien die Korrespondenten im Genfer UN-Hauptquartier derartigen Sicherheitsmaßnahmen unterworfen worden. Dies könnte einen Präzedenzfall schaffen, fürchtet das Blatt. Unter Berufung auf verschiedene Quellen berichtet "La Tribune" weiters, dass die außenordentlichen Maßnahmen von der EU und der Schweiz, nicht aber von der UNO angeordnet worden seien.

(APA)
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