Journalisten in der Schusslinie
 

Journalisten in der Schusslinie

Der Weltverband der Zeitungen (WAN) und der Österreichische Zeitungsverband (VÖZ) machen auf den Tag der Pressefreiheit aufmerksam.

Am 3. Mai ist Internationaler Tag der Pressefreiheit. Um das Bewusstsein dafür zu schärfen, dass das Recht auf Information und freie Meinungsäußerung Grundlage für demokratische Gesellschaften darstellt, unterstützt der Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) den Internationalen Tag der Pressefreiheit mit einer eigenen Anzeige. "Damit weisen wir darauf hin, dass das, was uns selbstverständlich erscheint, in weiten Teilen der Welt alles andere als selbstverständlich ist", betont VÖZ-Geschäftsführer Gerald Grünberger. Das Sujet, das die Agentur The White House mit Büros in Wien und Klagenfurt konzipiert hat, erscheint unter anderem in den VÖZ-Mitgliedsmedien. Die Botschaft: "Natürlich ist jeder frei, alles zu berichten. Theoretisch."





Der Weltverband der Zeitungen (WAN) wiederum rückt die schreibende Zunft am 3. Mai unter dem Motto "Journalisten in der Schusslinie" in den Mittelpunkt. WAN-Geschäftsführer Timothy Balding: "Tag für Tag recherchieren Journalisten über Themen, von denen sie wissen, das sie zu Verfolgung, körperlicher Bedrohung, Verhaftung, Gefängnis oder sogar zum Tod führen können." Ein eigenes Karikatur-Sujet unterstreicht den Thementag.







Im Jahr 2008 wurden weltweit siebzig Journalisten und Medienmitarbeiter in Ausübung ihres Berufes getötet. Allein im Irak mussten 14 Journalisten ihr Leben lassen. Je sieben Journalisten wurden im Vorjahr in Indien und Pakistan getötet, sechs auf den Philippinen. Und fünf Journalisten wurden in Mexiko ermordet, weil sie mit ihren Recherchen dem organisierten Verbrechen in die Quere gekommen sind. Insgesamt wurden, so die traurige Bilanz, im vergangenen Jahrzehnt 400 Journalisten getötet. Insgesamt 125 wurden vergangenes Jahr eingesperrt, wobei China mit 28, Kuba mit 21, Burma mit 14 sowie Eritrea mit 13 Inhaftierten an der traurigen Spitze rangieren.





Mit dem Internationalen Tag der Pressefreiheit, initiiert von der UNESCO, wird seit 1994 jährlich am 3. Mai auf Verletzungen der Pressefreiheit sowie auf die grundlegende Bedeutung der freien Berichterstattung für die Demokratie aufmerksam gemacht. Das Datum hängt mit der Deklaration von Windhuk zusammen, die am 3. Mai 1991 auf einem UNESCO-Seminar zur Förderung einer unabhängigen und pluralistischen Presse in Windhuk (Namibia) verabschiedet wurde. Zentrale Botschaft der Erklärung ist, dass freie, pluralistische und unabhängige Medien ein unverzichtbares Merkmal demokratischer Gesellschaften sein müssen.







Credits:
Auftraggeber: VÖZ
Agentur: The White House advertising eventmarketing
CD: Thomas Kratky/Vinzenz Stimpfl-Abele





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