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Italiens Verlagsgruppe RCS meldet für 2012 tiefrote Zahlen

Kapitalaufstockung im Wert von 400 Mio. Euro beschlossen - Talfahrt an der Mailänder Börse

Die Mailänder Verlagsgruppe "RCS", die unter anderem die bekannte Tageszeitung "Corriere della Sera", das Sportblatt "Gazzetta dello Sport" und mehrere Magazine herausgibt, meldet tiefrote Zahlen. 2012 verbuchte das Unternehmen Verluste von 509 Millionen Euro. Daraufhin beschlossen die Aktionäre am Sonntag eine Kapitalaufstockung im Wert von 400 Mio. Euro, dank der die beiden Aktionäre Fiat und Intesa San Paolo ihren Anteil am Verlag deutlich erhöhen werden, berichteten italienische Medien.

Wegen der hohen Verlusten gerieten die RCS-Aktien an der Mailänder Börse am Montag arg unter Beschuss. Am Montagvormittag verzeichneten die RCS-Papiere einen Rückgang von 6,8 Prozent auf 0,8 Euro.

Die Redaktion von "Corriere della Sera" hatte im März zwei Tage lang gegen Pläne der RCS-Gruppe gestreikt, 110 der insgesamt 355 Journalistenstellen zu streichen. Als "selbstmörderisch" bezeichneten die Journalisten die Pläne der Chefredaktion. Damit würde man eine Zeitung belasten, die schwarze Zahlen schreibe.

(APA)
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