ISPA lehnt EU-Vorschlag ab
 

ISPA lehnt EU-Vorschlag ab

Die von vier EU-Ländern vorgeschlagene, verpflichtende Datenspeicherung von Telekom-Verkehrsdaten lehnt die ISPA ab.

Irland, Großbritannien, Frankreich und Schweden fordern die verpflichtende Speicherung von sogenannten Telekom-Verkehrsdaten. Dabei sollen Daten die in der Festnetz-Telefonie, im Mobilfunk inklusive SMS und im Internet für mindestens zwölf und höchstens 36 Monate gespeichert werden. Die ISPA, die Vereinigung, die österreichischen Internet-Service-Provider vertritt, lehnt diese von den vier genannten Ländern in einem Papier erhobenen Forderungen ab.



ISPA argumentiert mit der Unverhältnismäßigkeit der Kosten zum Nutzen gegen die Speicherung. Georg Chytil, Tiscali Austria-Vorstand, warnt vor einer dadurch entstehenden Verteuerung des Internet-Betriebes um bis zu 20 Prozent, die wiederum auf die Nutzer umgewälzt würden. Darüber hinaus würde diese Speicherung einen gravierenden Eingriff in den Datenschutz darstellen, merkt ISPA-Generalsekretär Kurt Einzinger dazu an. Nach derzeitigem Stand werden die in Österreich anfallenden Telekom-Verkehrsdaten sofern sie nicht für die Verrechnung benötigt werden, gelöscht.



(tl)
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