Interview: Rudi Klausnitzer über seine ersten...
 

Interview: Rudi Klausnitzer über seine ersten 100 Tage

In HORIZONT 37/2002, jener Ausgabe, die Sie Freitag, den 13. September in Ihrer Post finden sollten, lesen Sie ein ausführliches Interview mit Rudi Klausnitzer, dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der Verlagsgruppe News.

Seit rund 100 Tagen ist Rudi Klausnitzer als Vorsitzender der Geschäftsführung der Verlagsgruppe News im Amt. HORIZONT plauderte mit Klausnitzer über seine Rückkehr in die Medienwelt, über die wirtschaftliche Situation der Verlagsgruppe News im allgemeinen Krisenjahr 2002, über die MA, ÖVA und LAE sowie über den Export von WOMAN und über die TV-Ambitionen der Fellners.



Hier lesen Sie nun einige Auszüge aus dem ausführlichen Interview:



Horizont: Inwiefern spiegeln sich die ÖAK-Daten der Medien der Verlagsgruppe News in der Media-Analyse wieder?



Klausnitzer: In der ÖVA sehen wir, dass wir konstante Reichweiten aufweisen. In der MA werden - wie wir meinen - durch eine Methodenadaptierung die Zeitschriften benachteiligt bzw. nicht den Realitäten entsprechend abgebildet. Wir werden versuchen diesen Umstand mit dem Verein Media-Analyse in konstruktiven Gesprächen zu diskutieren. Und auf eine Rückführung auf den auch in Deutschland geltenden Standard drängen! Man hat in Österreich die Methode geändert, ohne die Auswirkungen vorher abzutesten. In Deutschland wäre so etwa selbstverständlich. Wir suchen aber keine Konfrontation mit dem Verein Media-Analyse, sondern wir wollen konstruktiv mitarbeiten, dass die MA als verläßliches Tool bestehen kann.



Horizont: Inwieweit ist nach dem Launch von Woman ein Kannibalisierungseffekt in der Verlagsgruppe News eingetreten?



Klausnitzer: Wie immer, wenn man in einem begrenzten Markt wie Österreich eine neue Aktivität setzt, zieht das zwei Effekte mit sich: erstens findet im kleinen Ausmaß eine Umverteilung statt, zweitens geht eine Marktausweitung im jeweiligen Segment von statten. Wenn wir einen Kassasturz machen, dann werden wir sehen, dass manche Kunden einige ihrer Anzeigen von da nach dort verschoben haben, aber wir werden auch sehen, dass es im Segment der Frauenzeitschriften zu einer Ausdehnung des Gesamtvolumens gekommen ist.



Horizont: Es hat Gerüchte gegeben, die Fellners könnten unter Umständen einmal die Kronen Zeitung übernehmen ...



Klausnitzer: Ich kann diesbezüglich nur Wolfgang Fellner zitieren, der diese Gerüchte öffentlich eindeutig dementiert hat. Und auch mir gegenüber hat er gesagt, dass er keine Pläne dieser Art hat.

(max)



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