Internet überholt Zeitungen
 

Internet überholt Zeitungen

Printverlage verfolgen noch ein "Geschäftsmodell des vergangenen Jahrhundert", meint das Pew-Institut.

Der alljährliche Lagebericht über die US-Medienlandschaft des Pew-Forschungsinstitutes  zieht keine erfreuliche Bilanz über das vergangene Jahr. Zehn Prozent aller angestellten Journalisten verloren 2008 in Amerika ihren Job. Die Auflagen sind um 4,6 Prozent gefallen, die Gewinner der Zeitungshäuser um 14 Prozent. Und: Erstmals informierten sich mehr Amerikaner via Internet als mittels Zeitung.

Zu den Gewinnern des vergangenen Jahres zählen also die Internetanbieter und die Nachrichtensender. CNN, MSNBC und Fox News konnten im Wahljahr ihre Zuschauerzahlen um 38 Prozent steigern, die Gewinne legten um 33 Prozent zu. Die Zugriffe im Web sind ebenfalls gestiegen: die 50 größten Nachrichtenseiten konnten ihre Userzahlen um 25 Prozent erhöhen. Die Erlöse sind jedoch 2008 kaum gestiegen - immer weniger Menschen wollen für ihre Informationen zahlen, meint die Studie.


Die Rezession in Verbindung mit der wachsenden Nutzung des Internets als Nachrichtenquelle macht den Verlagen zu schaffen. Aber der Versuch, die sinkenden Auflagen und den Rückgang im Anzeigengeschäft im Web aufzufangen haben sich laut Studie "zu einem verzweifelten Bemühen entwickelt", ein Konzept sei noch nicht vorhanden, es dominiere noch immer "das Geschäftsmodell des vergangenen Jahrhunderts", heißt es. 


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