Internationaler Tag der Pressefreiheit
 

Internationaler Tag der Pressefreiheit

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(c)Verband Österreichischer Zeitungen
(c)Verband Österreichischer Zeitungen

Im Fokus des diesjährigen weltweiten Tag der Pressefreiheit am 3. Mai steht die Kontrolle der Medienberichterstattung in China.

Im Jahr 2007 wurden weltweit mindestens 875 Journalisten inhaftiert, davon allein 428 in Asien und 156 in Afrika. Insgesamt 127 Journalisten befanden sich im vergangenen Jahr in Haft, oft unter katastrophalen Haftbedingungen und ohne jede Möglichkeit, mit ihrer Familie oder mit ihrem Anwalt sprechen zu können. Und nicht weniger als 95 Journalisten wurden 2007 ermordet, davon allein 44 im Irak. Fakt ist, dass Morde an Journalisten selten bis gar nicht aufgeklärt werden und Pressekontrolle und in vielen Ländern zur Staatsführung genutzt wird. Entgegen der von der UNESCO verabschiedeten "Erklärung von Windhuk" , hat ein Großteil der Journalisten auf der nicht die Möglichkeit, frei und ohne Angst zu berichten.Fokussierte der Verband Österreichischer Zeitungen, http://www.voez.at, mit dem letztjährigen internationalen Tag der Pressefreiheit mit  Motto "Die Presse im Fadenkreuz" noch die Rolle der  freien Presse in Zeiten der Terroranschläge, so steht heuer der Umgang Chinas mit der Meinungs- und Pressefreiheit im Mittelpunkt. Als Leitspruch für den 3. Mai 2008 wurde die auf die Situation Chinas bezug nehmende Botschaft des Sujets:  „Keine Freiheit ohne Pressefreiheit"(siehe Bild) adaptiert. China ist mit über 30 Journalisten und 50 Cyber-Dissidenten in Haft der weltgrößte Kerker für Journalisten. „Personen dürfen sogar ohne Gerichtsverfahren für bis zu drei Jahre eingesperrt werden", erklärte dazu VÖZ-Verbandsgeschäftsführer Gerald Grünberger. Das Gastgeberland der diesjährigen Olympischen Sommerspiele sicherte ursprünglich zu, dass es vor und während der Spiele für ausländische Journalisten hinsichtlich der Medienberichterstattung keine Einschränkungen geben werde. „Das Regime Chinas hat im Zusammenhang mit Unruhen in Tibet die Zusagen klar gebrochen und vor der Weltöffentlichkeit sein Gesicht verloren", so Grünberger. Pressefreiheit sei immer und überall gefährdet, nicht nur durch Einschüchterung und Gewalt.  Beispiele seien die Bespitzelung einer Journalistin in Deutschland, das neue Pressegesetz in der Slowakei oder der Druck, der in Slowenien seitens der Regierung auf Medien ausgeübt wird. Und auch in Österreich wären in Anbetracht der geplanten Online-Überwachung die Wahrung des Redaktionsgeheimnisses zu beachten. Zudem sei laut Grünberger das Prinzip der Geheimhaltung durch das „Amtgeheimnis“ durch das Prinzip der Öffentlichkeit zu ersetzen.
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