Internationale Verlage kämpfen für geistiges ...
 

Internationale Verlage kämpfen für geistiges Eigentum

Bereits über 3000 Medienhäuser weltweit haben sich der "Hamburger Erklärung" angeschlossen

Heute hat der europäische Verlegerrat European Publishers Council (EPC) der EU-Kommission die „Hamburger Erklärung zum Schutz des geistigen Eigentums“ überreicht. Das Dokument wurde von insgesamt 166 Verlagen aus Europa unterzeichnet - darunter 27 Mitgliedsverlagen der EPC -  sowie von über 3.000 Verbänden und Medienunternehmen aus 120 Ländern, die im Weltzeitungsverband "World Association of Newspapers und News Publishers (WAN-IFRA) zusammengeschlossen sind. Unter den Unterzeichnern waren unter anderem Namen wie Oscar Bronner (Der Standard), Horst Pirker (Styria) aus Österreich, Bernd Buchholz (G+J), Hubert Burda (Hubert Burda Media), Mathias Döpfner (Axel Springer), Stefan von Holtzbrinck (Holtzbrinck-Gruppe) aus Deutschland, sowie James Murdoch (News Corp Europe und Asia), Didier Quillot (Lagadére, Frankreich), Gavin O’Reilly (Independent News and Media, Irland),  Michael Ringier (Ringier, Schweiz), Robert Thomson (Dow Jones and Wall Street Journal).

Axel Springer-Chef Mathias Döpfner zeigt sich erfreut über diesen internationalen Appell der Verlage: "Er ist ein wichtiger Schritt im Interesse der globalen Internet-Gemeinde. Das Internet ist nicht der Feind, sondern die Zukunft des Journalismus, wenn auch in der digitalen Welt geistiges Eigentum respektiert wird." Dabei plädiert er für zwei Ziele: Eine faire Beteiligung an den Umsätzen derjenigen, die die Inhalte der Verlage vermarkten, und darüber hinaus die Entwicklung eines Marktes für bezahlte Inhalte in der digitalen Welt.

WAN-IFRA-Präsident Gavin O’Reilly sagte dazu: „Wir interessieren kontinuierlich ein immer größeres Publikum für unsere Online-Inhalte. Aber im Gegensatz zu den Print- oder TV-Geschäftsmodellen machen wir aus unserem Webcontent kein Geld. Das ist ein unhaltbarer Zustand. Scheiternde Verlage nutzen niemandem, am allerletzten den Konsumenten, den Suchmaschinen und anderen Informationsaggregatoren, die derzeit riesige Profite auf Kosten unseres geistigen Eigentums machen.“

In der Hamburger Erklärung rufen die Unterzeichner die Regierungen weltweit auf, das Urheberrecht von Autoren, Verlegern und Sendern im Internet zu unterstützen.






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