Insolvenzantrag gegen Kärntner Tageszeitung
 

Insolvenzantrag gegen Kärntner Tageszeitung

Dienstnehmer verlangen 10.500 Euro - Gläubiger-Forderungen laut Geschäftsführer bereits bezahlt - Gericht muss über Eröffnung von Insolvenzverfahren entscheiden

Eine Klagenfurter Anwaltskanzlei hat am Montag im Auftrag der Kärntner Arbeiterkammer einen Insolvenzantrag gegen die "Kärntner Tageszeitung" (KTZ) eingebracht. Wie die "Kleine Zeitung" am Dienstag berichtete, geht es um zwei Dienstnehmer, die die Zahlung von rund 10.500 Euro verlangen. "Spätestens heute hat der Anwalt das Geld auf dem Konto", sagte Dietmar Wassermann, laut eigenen Angaben Geschäftsführer der KTZ-Muttergesellschaft, zur APA.

"Das sind zwei Arbeitnehmer, die vor etwa einem Jahr gegangen sind. Es ging um Abfertigungsansprüche", so Wassermann am Dienstag. Das Gericht muss nun über die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens entscheiden. Dabei werden alle offenen Forderungen gegen die Schuldnerin berücksichtigt. Weitere acht Gerichtsverfahren wegen ausstehender Zahlungen seien anhängig, so die "Kleine Zeitung". Wassermann: "Es gibt sonst keine rechtskräftigen Beschlüsse. Dem Richter werde ich alles vorlegen." Und weiter: "Jeder Euro der da hineingeht, ist mein privates Geld. Ich habe so viel Geld verloren in diesem Unternehmen, ich werde weiter kämpfen."

(APA)
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