Inhaftierter ägyptischer Fotoreporter bekommt...
 

Inhaftierter ägyptischer Fotoreporter bekommt UNESCO-Pressepreis

UNESCO/Twitter/@ShawkanZeid
Die Jury ehrt den Inhaftierten für "seinen Mut, seinen Widerstandsgeist und sein Festhalten an der Meinungsfreiheit".
Die Jury ehrt den Inhaftierten für "seinen Mut, seinen Widerstandsgeist und sein Festhalten an der Meinungsfreiheit".

Der ägyptische Fotoreporter Shawkan, mit bürgerlichem Namen Mahmud Abu Said, bekommt den diesjährigen UNESCO Press Freedom Award. Shawkan ist seit 2013 in Haft, ihm droht die Todesstrafe.

Shawkan wurde von einer international besetzten unabhängigen Jury als Preisträger ausgewählt. In ihrer Eigenschaft als Jurypräsidentin begründete das philippinische Aufdeckerjournalistin Maria Ressa als "Ehrung für seinen Mut, seinen Widerstandsgeist und sein Festhalten an der Meinungsfreiheit". Der mit 25.000 Dollar dotierte Preis wird am Vorabend des Welttages der Pressefreiheit am 2. Mai verliehen. Die diesjährige Zeremonie findet in Ghana unter dem Motto "Die Macht im Zaum halten: Medien, Justiz und die Herrschaft des Gesetzes" statt. Shawkan wird kaum daran teilnehmen können.

Der Fotoreporter wurde am 14. August 2013 verhaftet, als er eine Demonstration in Kairo dokumentierte. Was genau ihm vorgeworfen wird, ist unklar. Die UNO stufte die Haft klar als willkürlich und menschenrechtswidrig ein. Trotzdem will der zuständige Staatsanwalt dem Vernehmen nach auf die Todesstrafe für den Inhaftierten plädieren.

Der UNESCO-Preis wird alljährlich an eine Person, Gruppe oder Institution vergeben, die sich unter Gefahr für Leib und Leben für die Verteidigung der Pressefreiheit einsetzt. Die Auszeichnung ist dem kolumbianischen Journalisten Guillermo Cano Isaza gewidmet, der 1986 vor dem Büro seiner Zeitung "El Espectador" ermordet wurde. Gestiftet wird der Preis von der Guillermo-Cano-Stiftung, der Helsingin-Sanomat-Stiftung und dem Namibia Media Trust.

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