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Influencer Marketing: Profitieren von den Social-Media-Stars

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APA - Austria Presse Agentur
APA - Austria Presse Agentur

Warum Reichweite auf Instagram nicht alles ist, wurde bei einer Podiumsdiskussion der Plattform „Digital Business Trends“ Donnerstagabend in Wien erklärt.

Egal ob Instagram-Sternchen oder Youtube-Star: Digitale Meinungsführer stehen bei vielen Unternehmen hoch im Kurs, wenn es darum geht, Produkte und Dienstleistungen zu vermarkten. Doch die Reichweite ist nicht alles und eine Kennzeichnung der gesponserten Beiträge unabdingbar. Das erklärten Expertinnen und Experten bei einer Podiumsdiskussion der Plattform "Digital Business Trends" (DBT) am Donnerstagabend in Wien.

Entscheidend sei vor allem, die richtige Zielgruppe mit dem passenden Influencer zu erreichen, eine langfristige Planung und Kooperation sowie Authentizität. Wer Interesse an Influencer Marketing habe, sollte den direkten Weg wählen – beispielsweise über das Management oder sich gleich mit den sich selbstvermarktenden Akteuren in Verbindung setzen.

Reichweite ist nicht alles

Unternehmen können von der positiven Aufladung der Marke profitieren, denn das Vertrauen der Follower in den Influencer schaffe Vertrauen zur Marke. Außerdem lassen sich bestehende Communitys und Reichweiten nutzen. Generell sei es zwar verlockend, damit auf sehr direktem Weg möglichst viele Menschen zu erreichen, Eckart rät aber dazu, nicht nur auf die Reichweite des Influencers zu schielen. Für viele Kampagnen seien auch Micro-Influencer sehr gut geeignet.

Wolfgang Sturm, Head of Digital Communications und Social Media bei der A1 Telekom Austria, empfiehlt beim Influencer Marketing idealerweise ebenso strategisch an die Kommunikation heranzugehen, wie bei klassischen Kampagnen. „Zuallererst definiert man ein Ziel, investiert viel Zeit in die Recherche und entwickelt dann gemeinsam mit dem Influencer ein Konzept für die Kampagne. Unabdingbar ist, dass sich die Multiplikatoren mit dem Thema oder dem Produkt identifizieren können“, so Sturm.

Niklas Wiesauer, der das Invention-Team der Mediaagentur Mindshare leitet, meint, dass die heimischen Influencer ihr Profil dringend schärfen müssten: „Hunderte Blogger fallen in die Kategorie ‚Lifestyle‘ und wirken somit beliebig und auswechselbar, aber selten wie ein ‚Perfect Fit’ zur Marke.“ Er schätzt, dass in Österreich maximal 50 Influencer nachhaltig von ihrer Tätigkeit leben können.

Nischen besetzen

Maximilian Ratzenböck meint, dass den Influencern oft eine konkrete Positionierung fehlt. Er ist seit kurzem für JoomBoosTV, den Youtube-Kanal der Agentur Styria Content Creation, verantwortlich. Es gelte, Nischen zu besetzen und Charakter aufzubauen. Wichtig sei eine entsprechende Professionalisierung: „Das heißt Sponsorings kennzeichnen – Follower werden nicht gerne angelogen – und auf funktionierende Algorithmen setzen.“

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