Im Fokus Oberösterreich: Wirtschaftsfreundlic...
 
Im Fokus Oberösterreich

Wirtschaftsfreundliche Standortpolitik

XXXLutz
Thomas Saliger, Marketingchef und Sprecher der XXXLutz-Gruppe
Thomas Saliger, Marketingchef und Sprecher der XXXLutz-Gruppe

Oberösterreich zählt zu Österreichs führenden Industrieregionen. Rund ein Viertel der Industrieproduktion und der Exporte kommt aus dem viertgrößten Bundesland.

Österreichs flächenmäßig viertgrößtes Bundesland ist eine dynamische Wirtschaftsregion und führendes Export- und Industriebundesland mit hoher Wettbewerbsfähigkeit. Begünstigt durch die geografische Lage, die gute Infrastruktur und die hohe Lebens- und Freizeitqualität ist Oberösterreich sowohl für Fachkräfte als auch Unternehmen attraktiv. 2018 waren im Bundesland selbst bei der WKO knapp 666.000 unselbständig Beschäftigte registriert. Rund ein Viertel der Industrieproduktion und der Exporte Österreichs kommt aus Oberösterreich. Das regionale BIP/Kopf (2019) beträgt 45.700 Euro. Das Angebot an Bildungs- und Forschungseinrichtungen im Land genießt überregionales Ansehen und hat engen Kontakt mit der Wirtschaft.

„Zuallererst ist Oberösterreich unser Heimatland und Gründungsort. Hier wurde XXXLutz vor 75 Jahren in Haag am Hausruck gegründet. Dementsprechend ist unser Mitarbeiterpotenzial Jahr für Jahr gewachsen und das XXXLutz-Know-how wurde in Oberösterreich gebündelt,“ erklärt Thomas Saliger, Marketingleiter und Sprecher der XXXLutz-Gruppe. Zudem habe sich nie die Frage nach einer Abwanderung der Zentrale gestellt, „da wir hier bestens vernetzt sind und die Lage im Zentralraum Oberösterreichs geografisch durch die gute Anbindung an Autobahn beziehungsweise Flughafen optimal ist. Oberösterreich liegt im Herzen all unserer 13 Länder, in die wir bereits expandiert sind“, sagt er.

Vorbildliche Infrastruktur

Saliger wägt jedoch neben Stärken auch Schwächen des Standortes ab. Die Stärke liege sicher darin, dass „wir hier unser gesamtes Management gebündelt haben und ausreichend Nachwuchspersonal im Großraum Oberösterreich finden. Die verkehrstechnische Anbindung kann durchaus als Stärke bezeichnet werden.“ Eine Schwäche, die er sieht, ist der derzeitige Mangel an IT-Fachkräften und Programmieren. „Daher haben wir in Wien und Barcelona eigene Büros für die Programmierung unserer Webshops eröffnet“, sagt er weiter. Saliger betont die guten Voraussetzungen und eine wirtschaftsfreundliche Politik am Standort: „Wir bekommen quer durch alle Organisationen beste Unterstützung. Dies gilt für die Stadt Wels, die Bezirksverwaltungsbehörde und auch das Land Oberösterreich.“ Durch die Krise sei man „sehr gut“ gekommen, da man ein „sehr flexibles Unternehmen mit sehr engagierten Mitarbeitern“ sei, die sich schnell auf die neue Situation eingestellt hätten. „Wir haben unverzüglich alle Kosten auf das Wesentliche minimiert, die Logistik neu organisiert und uns umgehend auf den Restart vorbereitet,“ so Saliger.

Hightech-Standort

Peter Felsbach, Konzernsprecher der voestalpine
voestalpine
Peter Felsbach, Konzernsprecher der voestalpine
Peter Felsbach, Konzernsprecher der voestalpine, stimmt ein Hoch auf die Belegschaft an: „Unsere hochqualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Oberösterreich tragen ganz wesentlich zu unserem internationalen Unternehmenserfolg bei. Die Voraussetzungen dafür liefert das ausgezeichnete Bildungs- und Forschungsumfeld: Institutionen wie die Johannes-Kepler-Universität, die FH OÖ, die Christian Doppler Labore oder Silicon Austria Labs GmbH sind langjährige Forschungspartner der voestalpine und unterstützen damit maßgeblich die Entwicklung neuer Innovationen.“ Auch die Nähe zu den oberösterreichischen Partnern und Lieferanten sei für die voestalpine ein wichtiger Standortfaktor. Nicht zuletzt verweist Felsbach auf die vorhandene Infrastruktur. Durch die Anbindung an die Donau und Bahnverbindungen in alle europäischen Märkte verfüge das Unternehmen über „sehr gute logistische Bedingungen“ für den Transport ihrer Rohstoffe und Produkte. Dennoch sieht Felsbach den Standort gefordert.

Eine Herausforderung in den kommenden Jahren für den Standort werde sicher sein, auch junge Menschen „weiterhin für einen Job in der Industrie begeistern zu können. Hier ist auch das Land im weitesten Sinne gefragt, jungen Menschen schon während ihrer Ausbildung Karriereperspektiven in einem technisch-industriellen Umfeld aufzuzeigen.“ Als Unternehmen schaffe man die Rahmenbedingungen, um spannende berufliche Möglichkeiten in einem innovativen Umfeld anbieten zu können. Felsbach kommt auf eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung zu sprechen: „Die größte Herausforderung der Zukunft liegt, neben der aktuellen Bekämpfung der Coronapandemie und der dadurch ausgelösten globalen Wirtschaftskrise, in der Dekarbonisierung. Die EU und auch Österreich setzen der Industrie hier klare Ziele. Die dadurch notwendige Technologieumstellung hin zu einer ‚grünen Produktion‘ stellt die gesamte europäische Stahlindustrie vor große Herausforderungen.“ Die voestalpine sei weltweiter Vorreiter in puncto Umweltschutz.

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