IFRA Expo 2009 in Wien eröffnet
 

IFRA Expo 2009 in Wien eröffnet

Bis 15. Oktober gastiert die internationale Messe der Zeitungsbranche im Reed Messezentrum - die gestrige Eröffnung sollte Optimismus schüren.

Kaum neigen sich die 16. Österreichischen Medientage dem Ende zu, öffnet ein weiterer Publikumsmagnet für Medienkenner seine Pforten in Wien: Die IFRA Expo 2009 startete am 12. Oktober "als weltgrößte Fachmesse für die Zeitungs- und Medienindustrie". Vertreten sind laut Veranstalter 284 Aussteller aus 27 Ländern – darunter Druckmaschinenhersteller, Anbieter von Redaktions- und
Anzeigensystemen sowie weitere Zulieferer für die Zeitungsindustrie. Die viertägige Expo erstreckt sich auf einer Ausstellungsfläche von rund 11.000 Quadratmetern im Reed Messezentrum Wien.







„Dies ist die 39. IFRA Expo und nur wenige zuvor haben in einem derart schwierigen Medienumfeld stattgefunden, sagte Reiner Mittelbach, Co-CEO des Weltverbandes der Zeitungen und Nachrichtenmedien (WAN-IFRA), der die Messe ausrichtet. „Umso erfreuter sind wir über die Zahl der Aussteller, die es uns gestattet, abermals einen umfassenden Überblick über den Zeitungs- und Medienmarkt zu bieten.“







Horst Pirker, seines Zeichens Vizepräsident von WAN-IFRA und Präsident des Österreichischen Zeitungsverbandes (VÖZ), bezeichnete die Expo als „ermutigendes Signal“ trotz der doppelten Krise, vor der die Branche derzeit stehe: der Wirtschaftsrezession und dem Strukturwandel der Zeitungen, die eineTransformation von Print- zu Multimedia-Unternehmen durchlaufen. Laut Pirker werden Zeitungen ihre digitalen Plattformen künftig weiter ausbauen, doch werden digitale Medien die Printzeitung nicht ersetzen, sondern neben ihr bestehen. „Wir brauchen neue Vertriebskanäle, neue Geschäftsmodelle und Strategien, neue Technologien“, so Pirker. „Aber wir glauben an die Zukunft der Zeitungen und auch an die Zukunft der Zeitungen auf Papier.“







Eröffnet wurde die Expo von Josef Ostermayer, österreichischer Staatssekretär für Koordination und Medien. Ostermayer betonte, wie wichtig es sei, die Diversität der Medienbranche zu erhalten und zu unterstützen: „Wir wollen keinen bereinigten, verschlankten Medienmarkt“, so Ostermayer, „wir sind für eine vielfältige Medienlandschaft, für die Erhaltung der Stabilität des Medienmarktes, denn dies ist eine wichtige Grundvoraussetzung der Demokratie.“ Und: „Man kann wirklich sagen, dass diese Industrie eine Zukunft hat" - die Expo sei ein guter Indikator hierfür.







Echtzeit-Berichterstattung über die Veranstaltungen, Referenten, Ausstellungsprodukte, Teilnehmer und Business-Treffen im Rahmen der Expo bietet der "WAN-IFRA Multiblog". WAN-IFRA, mit Sitz in Paris, Frankreich und Deutschland sowie Regionalbüros in Singapur, Indien, Spanien, Frankreich und Schweden, ist der Weltverband der Zeitungen und Nachrichtenmedien und vertritt als solcher mehr als 18.000 Publikationen, 15.000 Online-Sites und 3.000 Unternehmen in knapp 120 Ländern. Die Organisation entstand durch den Zusammenschluss zwischen dem Weltverband der Zeitungen (WAN) und IFRA, der Research- und Serviceorganisation für die Zeitungsindustrie. Mehr dazu auf www.wan-ifra.org.
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