IAA: Werbewirtschaft in den Stiftungsrat!
 

IAA: Werbewirtschaft in den Stiftungsrat!

Appell von Präsident Palla.

Max Palla, Präsident des Austrian Chapter der International Advertising Association (IAA) fordert die Entsendung von Vertretern der Werbewirtschaft in den ORF-Stiftungsrat. „Wie aus Regierungskreisen zu vernehmen ist, wird der Stiftungsrat des ORF teilweise neu besetzt. Über die Qualifikation der genannten Kandidaten als Medienfachleute kann man kontroversiell diskutieren. Faktum ist: die (Partei-) Politiker machten die Sache wieder untereinander aus“, kritisiert Palla in einer Aussendung.


Eine wesentliche Interessensgruppe, die an einem fuktionierenden ORF massives Interesse hat, bliebe wieder draussen vor der Tür: die Werbewirtschaft. Palla: „ Die Werbewirtschaft finanziert den ORF zu einem guten Drittel, hat aber kein Mitspracherecht bei den Strukturen. Dieser Zustand ist nicht mehr haltbar. Wir fordern eine neue Aufteilung des Stiftungsrates, in dem die Werbewirtschaft entsprechend ihrem Umsatzanteil mit eben einem Drittel repräsentiert ist. Nur so ist gesichert, dass alle berechtigten Interessen in diesem Gremium vertreten sind.“ Laut Palla handelt es sich jenen Stiftungsräten, die etwas vom Mediengeschäft verstünden um eine „geduldete Minderheit“. „Weiters sind wir dafür“, ergänzt Präsident Palla, „dass wir zu einer Kostenwahrheit kommen: Was ORF-Gebühr heißt, soll auch voll dem ORF zugute kommen und einem attraktiven Programmangebot dienen".


Es ist eine Roßtäuscherei, dass die Gebührenzahler bei ihrem ORF einzahlen, wesentliche Teile (34 Prozent) aber dem Budget des Bundes („Kunstförderungsbeitrag“ etc.) oder der Länder („Landesabgabe“ mit offenem
Verwendungszweck) zufliessen. Diese Kultursteuer und Landessteuer sollten auch so bezeichnet sein und direkt aus dem Budget finanziert werden.

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