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Hypo und Dresdner wollen Springer-Anteile gemeinsam kaufen

Gläubigerbanken von Kirch wollen bis Samstag Entscheidung.

Leo Kirchs Anteil am Axel Springer Verlag scheint heißbegehrt zu sein: Anstatt sich auf einen Bieterwettstreit einzulassen, wollen nun die HypoVereinsbank und die Dresdner Bank gemeinsam die 40 Prozent des Münchner Medienunternehmers an Springer erwerben. Dies berichtet die "Financial Times Deutschland" in ihrer Ausgabe vom 14. Februar. Die Höhe der beiden Offerten, deren Vorliegen nie offiziell bestätigt wurde, soll sich um die 1,1 Milliarden Euro bewegen.

Die Gläubigerbanken von Kirch wollen bis Samstag eine Entscheidung über die Zukunft der Gruppe erreichen. Zunächst treffen sich Vertreter der Banken am Donnerstag in Frankfurt. Am Freitag oder Samstag soll es ein weiteres Treffen in München geben.

Die HypoVereinsbank plant für den Fall ihres Einstiegs bei Springer, die Aktien so schnell wie möglich mit Gewinn weiterzuverkaufen. Ein Teil soll an die Börse gebracht werden, der Rest bei Investoren landen, schreibt die "Süddeutsche Zeitung".

Weitere Unsicherheit über die Lage Kirchs brachten am Mittwoch Vermutungen, der Medienunternehmer könnte seinen Springer-Anteil bei gleich zwei Banken als Sicherheit hinterlegt haben. Nach Informationen der "Financila Times" könnte die Bayerische Landesbank Kirch eine zweitrangige Beleihung des Pakets gewährt haben. Das hieße, dass Kirch mit dem Verkaufserlös nicht nur die Deutsche Bank, sondern auch die BayernLB auszahlen müsste. Das würde seine Finanzen weiter strapazieren.

(ap)

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