Horst Pirker: "Keine Idealentwicklung"
 

Horst Pirker: "Keine Idealentwicklung"

VÖZ-Chef und Styria-Vorstand Horst Pirker spricht im Horizont-Interview über den österreichischen Printmarkt und die Zukunft der Styria.

"Die österreichischen Verleger und Medientreibenden müssen sich international alles andere als verstecken" , glaubt zumindest Dr. Horst Pirker, seines Zeichens Vorstand der Styria Medien AG und seit Dezember der neue Präsident des Verbandes Österreichischer Zeitungen (VÖZ). Sowohl in Sachen Innovation, als auch im Wettbewerb sei Österreich gut unterwegs. Als "Schwäche" aber bezeichnet der Medienmanager und Interessensvertreter die hohe Konzentration des Marktes: "Die Medienkonzentration ist zwar ein internationales Phänomen, aber in Österreich sicher besonders ausgeprägt. Und auch die Styria ist Teil davon. Vermutlich wird die Konzentration international und in Österreich noch weitergehen – und ich als Bürger muss zugeben, dass das sicher keine Idealentwicklung ist.", so Pirker. Generell müsse viel dafür getan werden, die "hervorragende Position" der heimischen Printmedien auszubauen. Denn "zum Zurücklehnen sind wir nicht in der richtigen Zeit."

Der Zeitungsverband hat sich laut Pirker jedenfalls für die nächsten Monate viel vorgenommen: Schwerpunkte sind der Ausbau der Print-Marktanteile, die internationale Vernetzung oder die Beziehung zu ORF und Post. Mit seinen Zeitungen "Presse" und "Kleine Zeitung" ist der Styria-Manager denn grundsätzlich zufrieden: Die "Kleine" sei ein "Wunderkind" und habe im Jubiläumsjahr 2004 das "beste Ergebnis ihrer Geschichte" eingefahren. Die "Presse" hingegen erwarten neuerliche Verbesserungen – um ihr Potenzial "zum Leuchten zu bringen". Den Roll-Out einer neuen Tageszeitung in Kroatien sowie die Übernahme der Mehrheit an der ET Multimedia bezeichnet Pirker schließlich als die wichtigsten nächsten Schritte für den Styria-Medienkonzern.

Lesen Sie mehr in der aktuellen Print-Ausgabe von Horizont (5/2005), die am 4. Februar 2005 erscheint.

(jed)

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