Horizont-Titelstory: "Harte Auflagen" zur Mag...
 

Horizont-Titelstory: "Harte Auflagen" zur Magazin-Ehe

Das Kartellgericht stimmt der News/profil/trend-Magazin-Hochzeit zu. Reaktionen von Wolfgang Fellner und Christian Rainer.

Als "eine fundierte Entscheidung mit sehr harten Auflagen", kommentiert News-Chef Wolfgang Fellner gegenüber Horizont das Urteil von Kartellrichterin Regine Jesionek zum Zusammenschluss der Magazine der News-Gruppe mit jenen aus dem Hause Kurier. Fellner: "Auflagen, die wir selbstverständlich akzeptieren und erfüllen werden". In würden diese Auflagen "weder freuen noch stören", verkündet hingegen profil-Herausgeber Dr. Christian Rainer und meint weiter, dass er mit diesen Auflagen "sehr gut leben kann".



Die zentralsten Auflagen des Kartellgerichts sind eine Untersagung des Zusammenschluss der Redaktion von profil mit der Verlagsgruppe News sowie eine Bestandsgarantie für profil bis zum 1. Jänner 2006. Mit der Fixierung dieses Datums wurde die von den beiden Vertragspartnern ursprünglich beschlossene Bestandsgarantie für das profil von drei Jahren nunmehr durch das Gericht deutlich ausgeweitet. Außerdem muss die profil-Redaktion beim Kurier verbleiben, der dazu eine eigenständige Gesellschaft gründen wird, während die verlegerischen Agenden und damit die wirtschaftlichen Belange zum News-Verlag wandern.



Nach Ablauf einer Rekursfrist von vier Wochen - und keinen Einspruch einer der beteiligten Unternehmen oder der "Amtsparteien" vorausgesetzt - werden in der Verlagsgruppe News künftig zwölf Magazine erscheinen: News, Format, tv-media und e-media aus dem News-Verlag sowie trend, profil, Autorevue, Yachtrevue, Golfrevue, Gusto, Bühne, Rennbahn-Express aus der ZVB AG, der Magazin-Tochter des Kurier. Die ZVB wiederum wird künftig 30 Prozent an der News-Gruppe halten.



Der nunmehr genehmigte Zusammenschluss würde es nach dessen tatsächlicher Umsetzung, "endlich ermöglichen, in Österreich ein bisschen offensiver Medien zu machen", so Fellner, um auch "wirtschaftlich ein bisschen in Europa mitspielen zu können". Fellner denkt dabei in erster Linie an den Export des e-media-Konzepts nach Frankreich, Spanien oder Italien. Aber auch den Aufbau einer eigenen Journalisten-Ausbildung nach dem Vorbild der Hamburger Henri-Nannen-Schule kündigt der News-Chef an.

Lesen Sie mehr in der aktuellen Print-Ausgabe von Horizont (6/2001). (as)

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